Weekly Journal – Woche 5

Die Woche begann am Montag mit der Anfrage eines potentiellen Neukunden, für die ich meine Homeoffice-Planung mit Freuden neu sortierte und die mich darüber hinaus anregte, mir zum ersten Mal in meinem Leben Gedanken über die Musik bei Reitturnieren zu machen. Sie begann außerdem mit einem Stechen im Knie, und zwar im linken – das ist eigentlich das gute Knie. So weit so gemischt. Beim Kunden haben diesen Monat einige neue Kollegen angefangen, so dass die Sitzordnung umsortiert werden musste. Ich sitze jetzt in einem Großraumbüro, direkt neben einer Tür, deren Klinke für mich jetzt auch nicht komplizierter zu bedienen aussieht als andere, es aber offenbar für einige ist. Manchmal wird durch diese Tür auch einfach eine Information für den Kollegen am anderen Ende in den Raum gerufen. Ich hasse Großraumbüros. Zum Glück gibt es Kopfhörer. Das Wochenende war dafür sehr schön, es wurde ein Geburtstag gefeiert, wir saßen in netter Runde bis spät in die Nacht zusammen und waren um zwei zuhause, der Sonntag begann also etwas später und enthielt obendrein eine große Portion Sonne, das Wetter war überraschend schön und wir waren ein paar Stunden im Stadtpark unterwegs. Danach war ich völlig erschlagen, nicht, weil wir einen Gewaltmarsch hingelegt hätten, sondern weil mich Sonne unheimlich müde macht.

Stricken & Häkeln
Die Breamore-Socken (Ravelry-Link zur Anleitung) sind fertig. Manchmal klappen die Dinge ja tatsächlich so, wie ich sie plane. Ich brauchte also ein neues Projekt für unterwegs, also habe ich eines der ältesten Sockengarne, die ich besitze, aus der Vorratskiste geholt (Hjerte Sock, 2010 in Ringkøbing gekauft) und die Lord Varys-Socken angeschlagen: keine große Musterakrobatik, lediglich ein Hebemaschen-Zopfmuster über acht Reihen, leicht zu merken und ohne Zopfnadel machbar.
An der Cria ist nichts weitergegangen. Ich hatte sie am Samstag zur Geburtstagsparty dabei, aber da war das Licht zu gemütlich, also habe ich sie unangetastet wieder nach Hause getragen. Dieses Projekt stockt gerade, vielleicht nicht nur wegen der Glattrechts-Vorhölle, sondern auch, weil mir, solange ich nicht dran stricke, die Wolle nicht vorzeitig ausgehen kann. Ich bin so clever. Die kommt auf jeden Fall für nächste Woche auf meine Liste.

Sport
Das Montagstraining habe ich dem Knie zuliebe ausfallen lassen. Da es auch am Dienstag noch nicht besser war, habe ich meinen Orthopäden angerufen und gefragt, ob ich es bei dem Termin übernächste Woche, bei dem es eigentlich um meine Rückenschmerzen geht (die dank Schonung und Dehnübung deutlich zurückgegangen sind, aber längere Zeit stehen kann ich noch immer nicht), ebenfalls vorzeigen darf, oder ob ich dafür einen zusätzlichen Termin machen soll (so wie es meine beiden vorherigen Orthopäden handhaben), Antwort: ich darf. Wir notieren einen Pluspunkt für diesen Orthopäden. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass er ein MRT sehen wollen wird, also habe ich mit Zustimmung der Sprechstundenhilfe versucht, ebenfalls einen Termin für ein MRT zu bekommen. Das ging leider nicht: das Kernspinzentrum braucht eine Verdachtsdiagnose, und zwar vom Arzt, nicht von mir. Wo kämen wir denn da hin. „Wie sieht es denn aus mit MRT-Terminen bei Ihnen, sind die Skiunfälle schon alle da?“ – „Hmm, das geht jetzt so langsam los, wir sind jetzt bei Ende März“. Super. In zwei Wochen, wenn ich die Überweisung habe, die mich zur Terminvereinbarung berechtigt (auf der ziemlich sicher das stehen wird, was ich befürchte, nämlich „Verdacht auf Meniskusriss“, weil sich das verdammt nochmal genauso anfühlt wie in meinem rechten Knie), sind sie dann wahrscheinlich bei Anfang Mai. Auch am Mittwoch kein Training. Es fehlt mir.

Buch, Bild & Ton
Nach den Abgründen der letzten Woche hab ich das Gefühl, ich bin euch was schuldig … ich hätte da auch eine Idee. Das Buch Year of Wonder widmet jedem Tag ein klassisches Musikstück. Die Texte dazu sind mal lang, mal kurz, mal informativ und mal einfach nur nett, und richten sich an Laien, das heißt, man muss keine Angst haben, wenn man meint, dass man keine Ahnung von Musik hat. Als besonderen Service gibt es die Stücke alle in einer Playlist auf Spotify gesammelt. Ich schaffe es fast täglich, das Stück des Tages zu hören, oft klicke ich mich davon weiter zum zugehörigen Album, und dann passiert es schon mal, dass ich den halben Tag in Oboenkonzerten von Albinoni schwelge (am 17. Januar gab es das Adagio aus seinem Konzert für Oboe in d-moll, wunderschön). Weitere Highlights waren der vierte Satz aus Mozarts Jupiter-Sinfonie, die ich ohnehin seit meiner Schulzeit liebe, ein Klarinettenkonzert von Carl Maria von Weber, die Trauermusik von Paul Hindemith, die „Unsent Love Letters“ der usbekisch-australischen Komponistin Elena Kats-Chernin und modernere Stücke von Philip Glass und Steve Reich. Es tut mir gut, dass ich wieder mehr klassische Musik höre. Ich hatte in meiner Jugend eine recht ausgeprägte NDR3-Phase (der Sender heißt heute NDR kultur) und habe fast ausschließlich Klassik und Jazz gehört. Pubertäre Rebellion treibt manchmal kuriose Blüten.

Dies & Das
Im SZ-Magazin dieser Woche plädiert Dorothea Wagner dafür, den Wäscheständer endlich als vollwertiges Möbelstück anzuerkennen. Er sei die einzige Konstante in der Wohnung, die jeden Kontostand, jede Lebensphase und jeden Geschmackswechsel überstehe:

In Wahrheit ist der Wäscheständer eine Zweigstelle des Kleiderschranks. Er wird zum Umschlagplatz für Klamotten und zementiert, welche Sachen man wirklich anzieht.

Es gibt Klamotten, die es nicht in meinen Kleiderschrank schaffen. Mein gemütliches Yoga-Wickelshirt zum Beispiel: das habe ich entweder an oder es liegt auf dem „geht nochmal“-Stapel oder es wartet im Dreckwäschekorb auf die Waschmaschine oder es hängt auf dem Wäscheständer.
Ich habe mich nicht nur ein bisschen ertappt gefühlt (obwohl der Wäscheständer bei mir nie im Wohnzimmer steht, sondern im Arbeitszimmer), mir hat dieser Text auch verdeutlicht, dass ich meinen Kleiderschrank eigentlich noch viel radikaler ausmisten kann, als ich es bisher getan habe. Und dass ich bei meiner bedarfsgerechten Projektplanung nicht nur in meinen Kleiderschrank schauen sollte („Was fehlt?“), sondern auch ganz genau auf meinen Wäscheständer („Warum trage ich dieses Teil so gern, welche Eigenschaften mag ich besonders daran?“)

Pläne für nächste Woche
Montag und Mittwoch Training, Montag bis Mittwoch beim Kunden (andere Tage, weil da jemand Urlaub hat und ich ja flexibel bin), Homeoffice (die Umsatzsteuer ist dran), ich würde so gern zweimal laufen und habe die Möglichkeit zu einem Stricktreff und zwei Stammtischen.
Ich möchte, dass an der Cria was weitergeht, vielleicht schleppe ich sie ein- oder zweimal mit zur Arbeit, um in der Bahn daran zu stricken, so wie ich es am Ende mit dem Water & Stone gemacht habe. Und spinnen möchte ich auch, dazu bin ich diese Woche überhaupt nicht gekommen (die Game of Thrones-DVDs müssen übernächsten Montag zurückgegeben werden). Es sind noch knapp über 60 g Fasern vom aktuellen Kammzug übrig, wäre cool, wenn ich die Hälfte davon schaffen würde.

Tausend Fragen – 261 bis 280

261. Über welche Themen unterhältst du dich am liebsten?
Ich glaube, mir ist nicht das Thema wichtig, sondern die Art, wie das Gespräch geführt wird. Ich mag Gespräche, bei denen man am Anfang noch nicht voraussagen kann, wo man Stunden später rauskommen wird.

262. Kannst du leicht Fehler eingestehen?
Ja, wenn ich sie denn als Fehler sehe. Zähneknirschend manchmal, aber das war ja nicht die Frage.

263. Was möchtest du nie mehr tun?
In einem Nine-to-Five-plus-X-Job unsinnige Anweisungen befolgen.

264. Wie ist dein Gemütszustand üblicherweise?
Ein Charakteristikum meines Gemütszustands ist leider, dass er recht häufigen Schwankungen unterliegt.

265. Sagst du immer die Wahrheit?
Gibt es denn die Wahrheit? Ich versuche es, schaue aber, dass ich keinen allzu großen Schaden anrichte.

266. Was bedeutet Musik für dich?
Nicht mehr so viel wie früher, da war sie identitätsstiftend. Aber noch immer viel. Ich höre täglich Musik, die ich immer sorgfältig auswähle und der Stimmung anpasse, und ich möchte nicht ohne leben müssen.

267. Hast du schon einmal einen Weinkrampf vorgetäuscht?
Nein, so viel schauspielerisches Talent habe ich gar nicht.

268. Arbeitest du gern im Team oder lieber allein?
Ich arbeite gern allein an einem Teilbereich eines Projekts, der dann mit den Arbeiten der anderen Teammitglieder zusammengefügt wird. Ich sammle auch gern Ideen mit den anderen und feiere den Erfolg des Projekts. In meinen Teilbereich lasse ich mir aber ungern über die Schulter schauen geschweige denn reinreden.

269. Welchen Fehler verzeihst du dir immer noch nicht?
Siehe Frage 275

270. Welche Verliebtheit, die du empfindest, verstehst du selber nicht?
Ich empfinde gar keine unverständliche Verliebtheit.

271. Denkst du intensiv genug über das Leben nach?
Ja, ich finde sogar, dass ich es damit manchmal übertreibe.

272. Fühlst du dich manchen Leuten gegenüber sehr unsicher?
Ja, sehr, aber ich verstecke das, so gut ich kann.

273. Bist du autoritätsgläubig?
Nicht per se. Ich unterscheide zwischen Autorität und autoritär. Vieles, was mir bisher als Autorität vorgesetzt wurde, war lediglich autoritär, und da wird’s dann schwer mit dem Glauben und vor allem mit dem Respekt.

274. Bist du gern allein?
Ja, sehr gern.

275. Welche eigenen Interessen hast du durchgesetzt?
Puh … so grundlegend gleich? Ich weiß es nicht. Ich glaube manchmal: erschreckend wenige. In vielen meiner großen Entscheidungen war ich beeinflusst, aber ich bereue sie nicht und ich halte das auch nicht für sonderlich ungewöhnlich. Es fallen mir jedoch einige Situationen ein, in denen ich im vorauseilendem Gehorsam gar nicht erst versucht habe, meine Interessen durchzusetzen. Zum Beispiel, indem ich mich nicht für ein Psychologiestudium beworben habe, weil die Plätze damals von der ZVS vergeben wurden und ich sonstwo hätte landen können, was meinen Eltern nicht gefallen hätte. Ich habe mein 3,0er-Abi als Grund vorgeschoben. Ja, vielleicht – wahrscheinlich – wäre ich gescheitert. Aber ich hätte es zumindest versuchen sollen. Das ist dann wohl auch die Antwort auf Frage 269.

276. Welchen guten Zweck förderst du?
Aktuell Arjan, der dieses Jahr am Tribühne-Triathlon teilnimmt und daraus eine Spendensammlung für Obdachlose in Norderstedt macht. Ich mache die Grafik. Mehr hoffentlich demnächst unter arjanloopt.de (die Webseite mache ich nicht, insofern weiß ich gerade nicht, wie da der Stand ist)

277. Wie sieht dein Traumhaus aus?
In der Nachbarschaft steht eines, das dem zumindest äußerlich ziemlich nahe kommt, ich idealisiere mal: es ist aus roten Klinkern und hat ein Walmdach und zweifarbig lackierte Fensterrahmen und -läden. Sprossenfenster natürlich, in denen in der Adventszeit Herrnhuter Sterne hängen (die kleinen). Es liegt etwas erhöht am Ende einer wenig befahrenen Straße, hinter dem Haus fällt das Grundstück zu einem See hin ab. Es gibt einen Bootssteg, es ist ein etwas größerer See. Das Grundstück ist umgeben von einem Friesenwall, der mit Kartoffelrosen, Lavendel und Steinkraut bepflanzt ist. Am Vordach über der Haustür wuchert Blauregen. Im Vorgarten wachsen ein Feuerdorn und eine Magnolie, in ersterem haust ein Spatzenschwarm. Hinter dem Haus ist eine Terrasse mit Blick auf den See und einen kleinen Gemüsegarten sowie einem eingezäunten Bereich, der von drei Hennen und einem Hahn bewohnt wird. Die nächsten Nachbarn sind etwa hundert Meter entfernt. Das Haus selber hat im Erdgeschoss eine nicht übertrieben große Küche mit einer Durchreiche zur Essecke im Wohnzimmer, in dem es einen Kaminofen gibt. Außerdem ist im Erdgeschoss noch ein Bad mit Badewanne und ein Gäste-WC. Im ersten Stock gibt es zwei benachbarte Schlafzimmer und ein großzügiges, helles Arbeitszimmer. Das Dachgeschoss ist ausgebaut, an der Stirnwand ist eine Leinwand angebracht, die als Heimkino dient. Die Garage ist zur Fahrradwerkstatt ausgebaut, im Keller gibt es einen Vorratsraum und eine kleine Sauna. Durch einen separaten Ausgang kommt man von dort zu einer Dusche im Garten, und wenn man mag, ist da ja auch noch der See.

278. Machst du leicht Versprechungen?
Anderen nicht, aber wenn, halte ich sie.
Mir selbst nur allzu leicht, und ebenso leicht breche ich sie.

279. Wie weit gehst du für Geld?
Zu weit, wenn ich mir meine Konsumgewohnheiten anschaue. Wenn ich es nicht zahle, zahlt es jemand anderes (nicht zwangsläufig ein Mensch)

280. Bist du häufig eigensinnig, auch wenn es zu deinem Nachteil ist?
Hm. Wenn es nicht zu meinem Nachteil ist, fällt es mir nicht als eigensinnig auf. Finde den Fehler.

Weekly Journal – Woche 4

Die Woche begann früh – der Liebste hatte den Wecker am Montag auf 5:30 Uhr gestellt: es gab einen Blutmond zu bestaunen. Und – anders als zu allen Sonnen- und Mondfinsternissen der letzten Zeit – bestand die Aussicht auf gute Sicht. Am Abend zuvor war Nebel aufgezogen, weswegen ich skeptisch war, aber am Morgen war es klar. Wir haben also dabei zugesehen, wie der Mond seine letzten paar Kilometer in den Schatten der Erde gewuchtet hat, und kurz, ganz kurz, habe ich darüber nachgedacht, was ich alles schaffen könnte, wenn ich jetzt einfach wach bleiben würde. Dieser Gedanke hat mich so erschöpft, dass ich mich direkt wieder hingelegt habe.

Stricken & Häkeln
Cria ist jetzt ein prima Bolerojäckchen ohne Ärmel. Ich habe nicht viel dran gestrickt, eigentlich nur während des Facetime-Stricktreffs mit Susanne, und es tut der Motivation ungemein gut, wenn man das Teil in regelmäßigen, wenn auch nicht zu kurzen Abständen mal anprobiert, um zu staunen: es wächst ja doch. Langsam, aber stetig. Und es wird schön. Glaube ich. Also weiter geht‘s.
In der U-Bahn war ich auch fleißig, die Ferse des zweiten Breamore-Socken ist fertig, ab jetzt geht es nur noch geradeaus – das sollte nächste Woche zu schaffen sein.

Spinnen
Die zweite Staffel Game of Thrones und der dritte Kammzug der Scandi-Blend. Also, noch nicht fertig, aber in Arbeit. Inzwischen habe ich mich mit den verklebten Fasern arrangiert und mache einfach stur immer weiter. Es macht sogar Spaß, ich spinne momentan total gern. Ich habe noch einen bunten 100g-Kammzug, der Mützengarn werden könnte. Sollte ich zwischendurch ein schnelles Erfolgserlebnis brauchen: es sind noch zwei Spulen frei. Aber momentan bin ich mit meinen Sisyphos-Fasern ganz zufrieden.

Sport
Am Montag habe ich das Training abgesagt, ich konnte vor Rückenschmerzen kaum stehen. Ich habe Orthopäden durchtelefoniert und einen Termin für den 11.2. bekommen. 2019. Mit Schmerzen drei Wochen warten, yay. Mittwoch war es besser, aber noch nicht gut. Ich konnte weitestgehend schmerzfrei stehen, mich aber nicht bücken. Und beim Touchdown-Tanz, der momentan noch auf dem Trainingsplan steht, muss ich runter. Zackig. Also nochmal pausiert und so oft es ging gedehnt und entspannt. Ich hoffe, nächste Woche geht‘s wieder, sonst verliere ich wieder den Anschluss. Mein Schrittzähler ist auch nicht zufrieden mit mir, aber gehen und stehen macht momentan Rückenschmerzen. Meine Yogamatte hat mich nicht ganz so oft gesehen, wie ich mir vorgenommen hatte. Die „jeden Morgen Sonnengrüße“-Routine taugt nur für Homeoffice-Tage, an Tagen, wo ich früh zum Kunden muss, macht es mir den Morgen zu voll. Mehr als x Tasks möchte ich nicht haben, bevor ich das Haus verlassen muss, und „dann steh doch einfach eine halbe Stunde früher auf“ ist auch nur eine theoretische Lösung, die mich nicht da abholt, wo ich bin. Natürlich könnte ich mich dazu zwingen, aber ich habe ja irgendwann kürzlich beschlossen, dass ich zukünftig lieber mit mir statt gegen mich arbeiten will, also brauche ich eine andere Idee.

Buch, Bild & Ton
Ich habe seit meiner Schulzeit ein sehr großes Herz für Heinz Rudolf Kunze. Ja, ich weiß. Ich stoße da auch regelmäßig auf Unverständnis. Viele kennen nur Mit Leib und Seele und Dein ist mein ganzes Herz und achten nicht wirklich auf die Texte. Dabei sind die so viel besser als die Musik. Sehr gern mag ich deswegen auch die Alben mit den gesprochenen Texten Sternzeichen Sündenbock und Der Golem aus Lemgo. Ja, man merkt, dass der Mann Lehrer ist, manchmal ist der erhobene Zeigefinger unübersehbar. Das hat mich aber nie gestört. Als der SV Werder Bremen diese Woche auf den Social Media Kanälen das neue Jubiläums-Album Lauter Werder ankündigte, habe ich mal ein Ohr riskiert. Da ist viel schlimmes Zeug drauf, aber – und das hat mich überrascht – Das ist mein Verein von Kunze. Jetzt mag ich ihn noch lieber (obwohl das Stück jetzt nicht so das Textjuwel ist, aber welche Fußballhymne ist das schon)

unterwegs
Es wurden Tickets gebucht. Ende Februar werde ich noch einmal für einen weiteren Coaching-Termin nach Bielefeld fahren, und unser Jahresurlaub wird dieses Jahr nicht an der Nordsee stattfinden, sondern am Mittelmeer. Genauer: auf Mallorca. Ich war noch nie dort und freue mich schon sehr, obwohl es erst im September soweit ist. Überlege, wie ich mir bis dahin ein bisschen spanisch draufschaffe. „Aber auf Mallorca sprechen sie doch alle gut genug deutsch.“ Ja, weiß ich. Es geht auch nicht darum, dass ich Sorge habe, mich nicht verständigen zu können. Sondern darum, eine Sprache zu lernen (mehr Skills, yay!) und im echten Leben ausprobieren zu können. Außerdem hab ich versucht, mir die ersten Events des diesjährigen Mensa-Jahrestreffens zu sichern, was sich schwierig gestaltete, weil der Server relativ promt unter der Last der Anfragen zusammenbrach und ein paar Stunden down war. Am späten Nachmittag ging dann alles wieder und ich konnte alle Veranstaltungen buchen, die ich haben wollte.

Pläne für nächste Woche
Montag und Mittwoch Training, Mittwoch bis Freitag beim Kunden, ein voller Tisch im Home Office – so weit wie letzte Woche. Am Donnerstag vielleicht abends der English Chat, am Samstag eine Geburtstagseinladung. Zuhause an der Cria weiterstricken und die Scandi-Blend spinnen (immer, wenn ich das Wort „spinnen“ schreibe, bietet das iPad mir an, es durch ein Spinnen-Emoji zu ersetzen und ich kriege einen kleinen Schreck. Ich möchte nicht wissen, wie viele Geräte bereits von Menschen mit einer ausgeprägteren Spinnen-Phobie als meiner an die Wand geworfen wurden. Aber vielleicht schreiben andere Leute auch nicht so oft „spinnen“ wie ich 🕷) und unterwegs den Breamore-Socken. Der soll diese Woche fertig werden.