Weekly Journal – Woche 48

Dezember. Wahnsinn, das Jahr ist schon fast rum. Gar nicht mehr lange, und ich poste hier meinen Jahresrückblick. Gedanken mache ich mir schon: was hatte ich mir vorgenommen, was ist als unwichtig auf der Strecke geblieben, was habe ich geschafft? Die letzte Woche ist ebenfalls schnell vergangen, was auch ein bisschen daran lag, dass sie keinen Montag hatte: am Montag ging es mir sehr schlecht, ich hab mich krankgemeldet und fast den ganzen Tag geschlafen. Überhaupt war ich jeden Abend so früh so müde, dass ich nach dem Essen noch ein bisschen im Netz herumgeklickt habe und dann schlafen gegangen bin. Gestrickt habe ich also fast nur in der U-Bahn …

Stricken, Spinnen & Häkeln
… und zwar entweder an der Cria oder an einem Sternchen für den Adventskranz nach dieser Anleitung (Ravelry-Link) auf nur 10 cm langen 2,25er Nadeln, ein elendes Gefummel, noch dazu stachen die Nadeln am Ansatz des kleinen Fingers in die Hand. Es ist, entgegen der ursprünglichen Idee, bei einem Sternchen geblieben.

Als ich die Cria gestern einmal anprobiert habe, hatte ich den Eindruck, dass sie etwas eng ist. Daraufhin habe ich das Gestrick mit meiner Maschenprobe verglichen und festgestellt, dass ich mich wieder mal nicht daran halte – statt 24 Maschen auf 10 cm brauche ich 27. Das macht pro 10 cm gut einen Zentimeter Unterschied und summiert sich bei 236 Maschen auf beinahe elf. Kein Wunder, dass mir die Jacke zu eng vorkommt. Die kann ich dann also wieder auftrennen.

Ich stricke jetzt also unterwegs großzügige Maschenproben aus Stashgarnen, aus denen mal was Größeres werden soll, und zuhause an der Juneberry, dies allerdings eher lustlos. Was den Water & Stone angeht, weiß ich noch immer nicht so recht. Ich hatte die Jacke jetzt ein paar mal an und ihre Formlosigkeit stört mich schon, andererseits ist sie aber auch recht gemütlich und schön warm. Also in der Summe okay. Nur definitiv kein Lieblingsteil, was schade ist angesichts der Zeit, die ich hineingesteckt habe.

(Außerdem im Bild: die bereits letzte Woche fertiggestellte Mütze.)

Kulinarisches
Der erste Advent ist der Tag, an dem traditionell der Rumtopf reif ist. Also, bei allen anderen ist es Tradition, bei mir ja noch nicht, dieser Rumtopf ist mein erster. Aber ich hab gelesen, dass man da erst am 1. Advent ran geht.

Mein Rezept habe ich vor Jahren beim WDR-Radiokoch Helmut Gote entdeckt, es ist inzwischen längst wieder offline. Ich muss die Mengen das nächste Mal ein wenig reduzieren, denn Pflaumen und Birnen haben in meinen Topf nicht mehr hineingepasst.

Man braucht für den ersten Ansatz: 1 Pfund Schattenmorellen, 420 g Roh-Rohrzucker, 50 g frischen Ingwer, 2 Vanilleschoten, halbiert und längs aufgeschlitzt, 3 ganze Sternanis, Rum (mindestens 54%)
Zweite Etappe: 500 g Pfirsiche ohne Steine (750 g kaufen), 250 g Roh-Rohrzucker, 1 Bio-Orange, 0,2 l Rum
Dritte Etappe: 750 g Mirabellen (ergibt ca. 600 g ohne Steine), 300 g Roh-Rohrzucker (die Hälfte des Mirabellengewichts), 2 Biozitronen, gewaschen und längs in jeweils sechs Schnitze geschnitten, 0,2 l Rum
Vierte Etappe: 750 g Pflaumen (ca. 600 g ohne Steine), 300 g Roh-Rohrzucker (die Hälfte des Pflaumengewichts), 0,2 l Rum
Fünfte Etappe: 750 g feste Birnen (Conference oder Lukas), 100 g Roh-Rohrzucker, 0,1 l Rum

Das Obst wird jeweils gewaschen und geputzt, größeres in Stücke geschnitten, etwas größer als die Schattenmorellen, dann mit dem Zucker vermischt, ein Weilchen stehengelassen, dann mit dem Rum vermischt und in den Topf gefüllt. Es wird gelegentlich umgerührt, bis der Zucker aufgelöst ist, und dann wird der Topf wieder kühl gestellt.

Und was macht man dann mit so viel besoffenem Obst? Naja, erstmal lädt man Freunde ein. Denen serviert man die Früchte zu Vanilleeis, von der Flüssigkeit kann man ein Schlückchen in ein Sektglas geben und das dann mit Sekt aufgießen.

Natürlich habe ich es, als die Gäste da waren, wieder mal verpasst, ein Foto zu machen. Stattdessen gibt es ein Bild von dem in einer Panikbastelaktion auf den letzten Drücker entstandenen Adventskalender des Mannes – einfache Tütchen aus DIN A 5-Ausdrucken, die Weihnachtsmotive und die Schrift (Harrlems) stammen von Creative Market und eine Tütchenklebeanleitung gibt es auf Äntschies Blog.

Pläne für nächste Woche
Bis Mittwoch durchhalten, dann geht es am Donnerstag für ein verlängertes Wochenende nach Langeoog. Darüber hinaus habe ich keine Pläne. Das doppelte Strickjackenfail der letzten Zeit hat mich ein wenig entmutigt. Wenn ich Lust habe, werde ich stricken. Wenn nicht, nicht.

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