Weekly Journal – Woche 30

Ich habe es – trotz Hochsommerhitze, wir hatten hier jeden Tag über dreißig Grad und wir wohnen unterm Dach – geschafft, die erste Fassung meines Businessplans abzugeben. Whoop whoop! Auf den letzten (geplanten) Drücker, am Freitag Nachmittag. Mal schauen, wie es weitergeht. Zum Handarbeiten war es mir dann meistens zu heiß, viel habe ich nicht geschafft …


Stricken, Spinnen & Häkeln
„Die erste Hälfte des Fading Points müsste nächste Woche wirklich zu schaffen sein“ Ja, theoretisch. Viel ist auch nicht mehr übrig, aber es ziiiiieht sich. Ich war zwischenzeitlich echt ein bisschen genervt von diesem Strickzeug, obwohl ich das Garn wunderschön und das Muster auch ganz toll finde. Und ich wünschte, ich könnte sagen „naja, ich hab halt mehr gesponnen“, aber so wirklich weit bin ich da auch nicht gekommen. Der erste von vier Kammzügen à 100 g ist versponnen und ein paar Gramm vom zweiten. Die Wolle filzt in der Hand. Es ist Sommer. Ist ja auch schön. Ich frage mich ein bisschen, wo diese Woche meine Zeit abgeblieben ist. Vermutlich verdunstet. Die Tour de France ist vorbei und damit auch die Tour de Fleece, und ich mache mir Gedanken, wie ich am schlausten regelmäßige Spinnzeit in meinem Tag unterbringe.

Nähen
Ich habe vor zwei Jahren 1,5 m Sommerjersey mit Doradendruck bei Lillestoff gekauft, daraus sollte ursprünglich nur ein Langarmshirt werden, eigentlich habe ich aber viel mehr Lust, ein Kleid daraus zu nähen, und das würde ich wahrscheinlich auch viel häufiger tragen. Ich habe nun angefangen, den Martha-Shirtkleid-Schnitt vom Milchmonster zu modifizieren – die Teilungsnaht sitzt in der ersten Version, die ich genäht habe, etwas zu hoch und die untere Hälfte von Vorder- und Rückenteil muss für eine Kleiderversion ebenfalls verlängert und eventuell weiter werden. Vielleicht ist das Rockteil von Toni oder Lupita (beides ebenfalls Milchmonster-Schnitte, deshalb hab ich die Dame mal verlinkt) zu gebrauchen. Als nächstes muss ich schauen, ob ich dann mit 1,5 m Stoff überhaupt noch hinkomme. Drückt mir die Daumen! Sonst wird’s halt eine weitere Toni …

Sport
Sport ist bei den Temperaturen echt eine Grenzerfahrung, wenn man nicht gerade gern schwimmt (was ich nicht tue, über Herumdümpeln in lauwarmem Wasser können wir reden), ich war am Montag beim Training, hab mir beim Sprungtraining hinten im Oberschenkel irgendwas gezerrt und war am Mittwoch überhaupt alles in allem unpässlich. Also nur einmal Training diese Woche. Mein Knie jammert so vor sich hin, laufen war ich nicht. Übernächste Woche ist mein Orthopäde aus dem Urlaub zurück und deutet meine MRT-Bilder. Ich bin gespannt. Und ein bisschen frustriert.

Dies & Das
Die erste Version des Businessplans ist fertig, das war ein riesiger Batzen. Und es war so heiß hier unterm Dach … am Mittwoch habe ich beschlossen, mein Büro im Haus am See aufzuschlagen. Ich plane ohnehin, zukünftig ortsunabhängig zu arbeiten, also warum nicht schon beim Businessplan damit anfangen? Ich hätte noch tagelang an dem Ding herumeditieren können, ohne das Gefühl zu haben, fertig zu sein. Aber ich hatte mir diese Woche als Deadline gesetzt, ich will die Gedanken an das „ich muss noch“ nicht mit nach München nehmen, also habe ich am Freitag meinen Mut zusammengenommen und das ganze Paket abgeschickt. Ein Teil von mir hat seitdem Angst davor, dass das Telefon klingelt, die Dame von der Wirtschaftsförderung dran ist und fragt, ob ich sie zu veräppeln gedenke. Herrje, manchmal würde ich mein Gehirn gern auf einer Autobahnraststätte anbinden. Vielleicht werde ich im nächsten Leben auch einfach eine Seegurke. Ich habe mal in einer Tiersendung gehört, dass die juvenile Seegurke so durchs Meer dümpelt, um sich dann irgendwann, irgendwo, wo es ihr geeignet erscheint, festzusetzen. Und dann verdaut sie ihr Gehirn. Das klingt schon irgendwie verlockend. Manchmal zumindest.

Pläne für nächste Woche
Wie ich oben schrieb: München ruft – ich fliege morgen für drei Tage in den Süden, einfach so. Der Fading Point wird in dieser Zeit ruhen, denn die 3,75 mm-Metallspitzen, mit denen ich daran stricke, sind meine einzigen in der Stärke, und ich werde sie sicherheitshalber zuhause lassen. Ein Nadelspiel aus Holz wird okay sein im Flugzeug, denke ich, aber sicher ist sicher. Ich habe nur Handgepäck. Ich bin übrigens aufgeregt! Ab Donnerstag bin ich dann wieder da:

  • weiter mit dem Fading Point
  • eine halbe Stunde am Tag spinnen, mit welchem Entertainment auch immer
  • das Doradenkleid voranbringen (frühestens am Wochenende, wenn überhaupt, aber ich schreibe es mal mit auf)

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