Weekly Journal – Woche 29

Der Zahlenteil meines Businessplans ist fertig geworden – yay! Ich hab das Exceltabellenmonster erfolgreich bezwungen und kann mich somit nächste Woche dem Textteil widmen. Damit fühle ich mich deutlich wohler, denn da bin ich sicherer, dass ich weiß, worüber ich schreibe, muss ich doch meine Arbeit beschreiben. Und Zeit zum Handarbeiten war trotzdem noch:

Stricken, Spinnen & Häkeln
Der Fading Point ist gewachsen, ich habe die fünfte Farbe angefangen. Ich finde die Farbkombination wahnsinnig gelungen, so einen sanften Übergang hätte ich, als ich die Stränge im Paket nebeneinander habe liegen sehen, nicht erwartet. Ich habe die Farben ja nicht selbst zusammengestellt, sondern als Kit für genau dieses Projekt bei TréLiz gekauft, und die kennt ihre Färbungen offensichtlich sehr gut und weiß, was zusammenpasst.
Gesponnen habe ich auch, ich bin allerdings nicht jeden Tag dazu gekommen, und besonders weit gekommen bin ich auch nicht. Es ist noch immer etwas von den ersten 100 g Kammzug übrig. Da geht noch was!

Sport
Ich war am Montag und am Mittwoch beim Training, aber noch nicht wieder laufen. Das Knie macht sich durchaus bemerkbar, allerdings weniger empört als befürchtet. Das Training hat sehr viel Spaß gemacht, wir haben am Montag einen meiner Lieblingstänze wiederholt und zum Ende des Trainings alle zusammen in der großen Gruppe getanzt. Ich hatte die letzten Wochen viel gegrübelt, ob das der richtige Sport für mich ist, wegen des Knies und aus anderen Gründen. Nun: es ist der richtige Sport. Das habe ich am Montag und Mittwoch gemerkt. In der Hinsicht ist wieder Ruhe in meinem Kopf. Bleibt abzuwarten, wie das Knie sich entwickelt. Anfang August habe ich nochmal einen Termin beim Orthopäden, um die MRT-Bilder zu besprechen.

Buch, Bild & Ton
Mit Children of Blood and Bone von Tomi Adeyemi bin ich fertig geworden. Wie erwartet sind die Rowling-Vergleiche reines Marketing: Die Welt, in der Zélie und ihre Gefährten ihr Abenteuer bestehen müssen, ist zwar exotisch, reicht aber an das Harry Potter-Universum nicht heran, die Charaktere bleiben allesamt flach und Überraschungen in der Handlung aus. Schade.

Kulinarisches
Ich habe gebacken! Das mache ich sehr, sehr selten. Also Kuchen. Pizza und Flammkuchen gibt es bei uns schon gelegentlich. Weihnachtsplätzchen auch. Aber Kuchen … ich überlege gerade, ob ich in den letzten zweieinhalb Jahren überhaupt mal Kuchen gebacken habe. Für zwei Personen lohnt sich das ja irgendwie immer nicht, und wenn eine der zwei Personen auch noch grundsätzlich gern ein paar Kilo abnehmen möchte und wegen des Jobs ständig zu wenig Energie hat, hat sich das Thema Kuchen backen schnell erledigt. Aber dann war in der aktuellen Brigitte ein Rezept für Hefe-Pflaumen-Schnecken mit Vanillecreme, das nicht nur lecker, sondern auch noch supereinfach klang, und die andere Hälfte des Hefewürfels für die Pizza, die es am Freitag geben sollte, war noch ohne Bestimmung, also habe ich noch ein Pfund Zwetschgen mitgenommen und am Samstag zu einem Kuchen verarbeitet. Den werde ich auch noch einmal backen, denn erstens war er lecker, und zweitens habe ich es versäumt, ihn zu fotografieren. Und ohne Fotobeweis kann ich euch ja viel erzählen.

unterwegs
Am Donnerstag habe ich mir einen Urlaubstag in Hamburg genommen und bin wie ein Tourist durch die Stadt gelaufen. Den letzten Schubs dazu hat mir eine Ingress-Challenge gegeben, aber vorgenommen hatte ich mir das schon lange mal. Ich war also an den Landungsbrücken, bin Schiffchen gefahren (das geht in Hamburg ja mit dem Verbundticket), durchs Portugiesenviertel und bei den skandinavischen Seemannskirchen entlangspaziert (nicht ohne bei den Finnen einzukehren, um die Salmiakki-Schokoladenbestände aufzufüllen), war in der Speicherstadt, der Hafencity und am Ende sogar zum ersten Mal auf der Plaza der Elbphilharmonie. Das ist schon ein beeindruckendes Haus. In die Konzertsäle konnte ich natürlich nicht hineinschauen, das muss ich ein andermal machen. Zum Abschluss gab es dann noch eine Galette im Ti Breizh, wo ich auch ewig nicht mehr war, und dann ging es in bester Stimmung wieder nach Hause. Ich sollte sowas wirklich öfter machen.

Dies & Das
Ein Hintergedanke zum Insektenbuffet auf dem Balkon war auch, die Spiegelreflexkamera wieder herauszuholen und Makroaufnahmen zu machen. Damit habe ich diese Woche angefangen. Zunächst musste Ausrüstung zusammengesucht werden: welche von den bald fünfzehn Jahre alten Akkus lassen sich überhaupt noch laden? Wo ist die Makrolinse? Und wo die Speicherkarte? Sie ist nicht in der Kamera, also muss sie im Lesegerät sein. Nächste Frage: wo ist das Lesegerät? Und dann musste ich mich daran erinnern, wie man diese Kamera bedient, weil ich sie tatsächlich vier Jahre (die letzten Aufnahmen auf der Speicherkarte, die sich erfreulicherweise samt Lesegerät wieder angefunden hat, sind von 2014) nicht in den Händen hatte. Ein paar Probeschüsse habe ich dann tatsächlich machen können. Mal schauen, wie es nächste Woche passt, ob ich Lust habe, bei über dreißig Grad eine Kameratasche herumzuschleppen.

Pläne für nächste Woche
Ein Termin in der großen Stadt, zweimal Training, hochsommerliche Hitze, der Businessplan-Endspurt und vielleicht ein Stammtisch am Freitag. Und sonst:

  • die erste Hälfte des Fading Points müsste nächste Woche wirklich zu schaffen sein
  • Spinnen zur Tour de France, wann immer es passt
  • ein passendes Schnittmuster für den Doraden-Jersey heraussuchen (davon erzähle ich dann nächste Woche)

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