Weekly Journal – Woche 24

Diese Woche war es teilweise richtig kalt hier, besonders verglichen mit den letzten Tagen. Aber größtenteils trocken. Auf dem Balkon blühen Ackersenf und Phazelie, und das hat sich in der Wildbienencommunity herumgesprochen. Ich habe sehr viel Insektenbesuch. Hauptsächlich Hummeln und so kleine Viecher, die dem Wildbienen-Heftchen der deutschen Wildtierstiftung nach Exemplare der Polierten Schmalbiene sein könnten, die sind nämlich nur so ca. 5 mm groß und sehr schlank.

Stricken, Spinnen & Häkeln
Ich stricke weiter an meinem Juneberry (stellt euch einfach fünf Zentimeter mehr als auf dem Foto der letzten Woche vor) und ich habe außerdem richtig viel gesponnen – Fußball-WM und Spinnrad sind eine unschlagbare Kombination. Ich habe derzeit eine Merino-Nylon-Mischung in blau auf dem Rad, die Sockengarn werden soll. Die Singles werde ich bis zum Ende der Vorrunde wahrscheinlich schaffen.

Sport
Ich war nur einmal laufen und auch nur einmal zum Training – momentan macht mein Knie Ärger. Und zwar das dreimal geflickte Knie. Ich habe am Montag einen Termin bei meinem Orthopäden – drückt mir die Daumen. Ich war aber trotzdem im Verein aktiv, heute war ich beim Heimspiel der Norderstedt Mustangs und habe mit zwei Starlets-Kolleginnen den Kuchenstand betreut. Wir hatten viel Spaß, obwohl unsere Mustangs leider 6:23 verloren haben. Auf dem Bild sehr ihr den Kuchen, den unser Ultra René für uns gebacken hat – er dekoriert ihn immer nicht nur mit Mustangs- und Starlets-Fähnchen, sondern auch mit Fähnchen für die Gegner, heute also die Hamburg Ravens.

Buch, Bild & Ton
Das Fußballfieber hat mich gepackt. Seit Donnerstag läuft die Fußball-WM der Herren in Russland und ich versuche, jedes Spiel zu schauen. Nicht jedes Spiel der deutschen Mannschaft, sondern jedes Spiel. Auch so einen Grottenkick wie Ägypten gegen Uruguay. Mein persönlicher Favorit ist seit der letzten EM Island, dass die Weltmeister werden, kann ich mir dann aber doch nicht vorstellen. Da tippe ich eher auf Frankreich.

Kulinarisches
Zum Ende meiner Fastenperiode – mehr dazu weiter unten – habe ich mir ein leichtes Lieblingsgericht ausgesucht: Schollenfilets mit Süßkartoffelpüree, vom Mann auch bodenständig-ehrlich „Fisch auf Pampe“ genannt. Dieses Gericht ist seit dem Erscheinen in der Brigitte fester Bestandteil unseres Kochrepertoires, obwohl man dafür vier Töpfe bzw. Pfannen braucht und es damit zu den aufwändigeren gehört. Aber eben auch zu den leckerereren.

Dies & Das
Ich habe gefastet. Von Sonntag Abend bis Donnerstag Abend habe ich nichts gegessen, nur Wasser und ungesüßten Tee getrunken. Und ich habe mich – das war die große Überraschung – nicht anders gefühlt als sonst, wenn man vom gelegentlichen Hunger mal absieht. Und der ist nach einer Weile immer von selbst verflogen. Ich war beim Training und ich war laufen, ich konnte machen, was ich immer mache.
In den Achtzigern hatte ich mal einen Fastenversuch unternommen, der mit Glaubersalz begann und nach einem Tag damit endete, dass ich meinen Tee aus dem Auto gekotzt und das Experiment beendet habe, es ging mir einfach nur hundeelend. Seitdem stand ich dem Fasten sehr skeptisch gegenüber. Und lange dachte ich auch, ich muss immer Essen in Reichweite haben, sonst rutscht mir der Kreislauf ab. Ich hatte gelegentlich zittrige Unterzuckerungsanfälle, zumindest habe ich es dafür gehalten, aber was auch immer das war und was es verursacht hat, Essensmangel kann es nicht gewesen sein. Es passiert wahnsinnig viel im Kopf. Ich habe so viele teils unbewusste Glaubenssätze dazu, was ich in Bezug auf Essen muss/soll/darf/nicht darf verinnerlicht, und die stellt so eine Aktion gründlich auf den Prüfstand. Ich habe mich an die Empfehlungen aus dem Buch „Fasten – Das große Handbuch“ von Jason Fung und Jimmy Moore gehalten und werde das bestimmt irgendwann wiederholen. Ich hätte vom körperlichen Befinden her noch weitermachen können. Aber mir hat das Kochen mit dem Liebsten gefehlt. Das gemeinsame Essen. Ich bin zu Intermittierendem Fasten übergegangen. Ich esse den Tag über nichts, nur abends eine gemeinsame Mahlzeit. Ich werde das mit 24+ Stunden Fastenperioden kombinieren. Ich möchte nämlich zum German Bowl am 13.10. in ein Cheerleaderkostüm zu passen. Möglichst so, dass es gut aussieht, bitte, und nicht wie mir einem Tannenbaumtrichter hineingeschossen. Und das Laufen macht sicher auch mehr Spaß mit weniger Ballast.

Pläne für nächste Woche

  • immer weiter mit Juneberry …
  • Fußball schauen und dabei spinnen
  • sportmäßig schauen wir mal, was der Doc am Montag sagt

2 Gedanken zu „Weekly Journal – Woche 24

  1. Ich drücke die Daumen! Ansonsten eventuell auf knieschonenderen Sport umsteigen? Schwimmen und Radfahren hat mir ja prinzipiell gefallen, ist aber etwas aufwändiger vom Equipment her. (Unsere Bäder sind auch nicht so der Knaller hier und voll, aber darüber habe ich mich ja schon zur Genüge beschwert.)

    • Danke! Ich bin ziemlich genervt: Wenn man nach zwei Stunden Wartezeit trotz Termins gesagt bekommt, dass man wegen der Rückenschmerzen nochmal wiederkommen muss, pro Termin ginge nur eine Sache „sonst wären so kurzfristige Termine nicht möglich“, büßt auch mein sehr attraktiver Orthopäde ca 98% seines Charmes ein.
      Leider hasse ich schwimmen. Ich bin sehr kälteempfindlich und quäle mich immer mindestens zehn Minuten, bis ich im Wasser bin, hinterher brennen meine Augen (ein Problem, das ich mit Schwimmbrille aus der Welt zu schaffen hoffte, ich habe es aber nur gegen ein anderes – eine drückende Schwimmbrille und einen halben Tag Abdrücke davon im Gesicht – eingetauscht) … aber die Kälte ist das Schlimmste. Radfahren als Sport macht mir auch nicht wirklich Spaß, das Fahrrad ist mein schnellstes Verkehrsmittel zum Zweck, ich bewege mich damit von A nach B, und wenn ich das zu oft mache, bekomme ich Rückenprobleme. Auch irgendwie doof. Außerdem bin ich nicht allein auf der Straße. Das ist alles schon besser geworden, seit ich nicht mehr mitten in Hamburg unterwegs bin, aber ich sag‘s mal so: zum Stressabbau taugt das nur bedingt.
      Ich hab mir das Tanzen ausgesucht, weil ich etwas mit Musik wollte. Ich habe überlegt, was mir früher Freude bereitet hat, denn ich bin überzeugt: damit ich dabeibleiben kann, muss es mir Spaß machen. Ich konnte früher nächtelang durchtanzen, ohne zu merken, dass ich mich überhaupt anstrenge.

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