Weekly Journal – Woche 21

Es ist Sonntag Abend, wir sind eben aus Rostock zurückgekommen und ich bin ein wenig erschlagen. Aber ich hab die Woche über ein wenig vorbereitet, also kommt hier mein Wochenrückblick.

Stricken, Spinnen & Häkeln
Der Dotted Rays ist fertig. Nach kurzer Optionsparalyse – Juneberry-Cardigan oder Fading Point-Tuch? – habe ich die Jacke angefangen. Ich hab mir vor vier Jahren in Dänemark ein Merino-Seiden-Garn zusammen mit einer Anleitung für einen Pulli gekauft, den ich inzwischen aber gar nicht mehr so schön finde. Also, an anderen und auf der Schneiderpuppe gefällt er mir schon noch, aber mich würde der Wasserfallkragen wahnsinnig machen. Ich würde da ständig dran herumzupfen. Die Martha liegt auch die meiste Zeit im Schrank, weil sie so einen aufmüpfigen Kragen hat. Schade, aber hinterher ist man immer schlauer. Also Juneberry im Juni. Passt doch. Und ab Juli dann der Fading Point im KAL mit den Fricklern.

Nähen
Die beiden blauen T-Shirts sind mit einem neuen Halsausschnitt versehen und Sally ist zwar nicht fertig, aber recht weit gediehen. Es fehlen nur noch die Säume und Bindebänder.

Sport
Ich habe heute am Rostocker Citylauf teilgenommen. Angemeldet hatte ich mich bereits im Oktober letzten Jahres für die 7 km, habe dann aber nach einigen gesundheitlichen Rückschlägen auf die 3,5 km umgebucht. Es ist mental nicht ohne, die „Kinderdistanz“ in fast einer Minute mehr pro Kilometer zu laufen, als ich letztes Jahr gebraucht hätte, aber so ist es nunmal und es hat trotzdem Spaß gemacht. Sehr gut organisierte Veranstaltung! Ich merke sie mir vor fürs nächste Jahr. Rostock ist ohnehin immer einen Ausflug wert.

Buch, Bild & Ton
Wir waren im Kino, es gab Deadpool 2. Ich mochte den ersten sehr, tiefschwarzer Humor, Selbstironie und ein gerüttet Maß Blut und Gewalt, und im zweiten geht‘s direkt genau so weiter, da fliegen schon Körperteile in slow motion über die Leinwand, bevor der Film so richtig angenfangen hat (und er ist tatsächlich FSK 16, das hat mich doch schwer erstaunt). Aber wie ihr wisst, habe ich meinen Spaß an sowas, und letztenendes war es wirklich – wie der Film eingangs behauptet – ein Familienfilm. Und wie so oft bei Marvel-Verfilmungen sollte man sich den Abspann nicht entgehen lassen.

Kulinarisches
Poké Bowls sind wohl schon länger Trend, aber manche Dinge kommen verspätet bei mir an. Die Leibspeise hawaiianischer Hipstersurfer ist erst diese Woche zum ersten Mal durch meinen Instagramfeed gespült worden, gleich mit einer Restaurantempfehlung, und so habe ich Anfang der Woche mal eine Poké Bowl in Winterhude gegessen. Ich bekam eine Schüssel mit kaltem Vollkornreis, mariniertem Lachs, Süßkartoffelmousse, Rotkohlrohkost, Melone und Wasabi-Birnen-Mayo, und es war wirklich köstlich, hat aber auch mehr als zehn Euro gekostet. Daher hab ich geschaut, ob man das nicht vielleicht auch selbst machen kann? Der Fischhändler auf dem Wochenmarkt hat Lachs in Sushiqualität, das Internet eine Menge Rezeptvorschläge, und so gab es am Donnerstag eine Art Freestyle-„Best Of“ der Rezeptvorschläge und einiger eigener Ideen. Fazit: sehr aufwändig! Man hat sehr viele Einzelkomponenten und braucht von jeder pro Portion nur ein bis zwei Esslöffel. Also entweder macht man das für echt viele Leute, oder man muss clever planen. Und Zeit haben.

unterwegs
Am Montag waren wir noch einmal beim ParkPerPlex. Am Sonntag waren wir mehr oder weniger planlos durch den Park flaniert, am Montag hatten wir Programm: ich wollte den Chaosclown Murmuyo aus Chile sehen, die Akrobaten Quatuor Stomp aus Kanada, die Partner-Akrobaten Zinzi und Evertjan aus Belgien und den Niederlanden und das Musikmärchen von Silent Rocco und Miss Walker aus Berlin. Außerdem hatte ich meinen Stage Ball eingepackt in der Hoffnung, beim Mitmachzirkus weitere Jonglage-Tipps zu bekommen.

Murmuyo war unglaublich lustig. Ich hab’s eigentlich gar nicht so mit Clowns und wenn ich lese, dass das Publikum einbezogen wird, halte ich sehr viel Abstand. Nun hatte ich mir allerdings auf YouTube angesehen, wie Murmuyo zwanzig Minuten lang Chaos auf einer Straßenkreuzung in Italien verbreitet, und das fand ich sehr unterhaltsam, also haben wir’s riskiert. Er hat ein gutes Händchen mit seinen Grenzüberschreitungen und gibt die Zuschauer, die er in sein Programm einbezieht, nie komplett der Lächerlichkeit preis. Und außerdem gab’s am Ende der Show die Möglichkeit, es ihm heimzuzahlen: es wurden zwei Eimer Wasserbomben an die Kinder verteilt.

Zu Silent Rocco und Miss Walker haben wir es nicht mehr geschafft. Die anderen beiden Acts waren sehr gut, technisch offensichtlich sehr anspruchsvoll, haben mich aber nicht so gefesselt. Jonglage-Tipps habe ich auch nicht bekommen, stattdessen habe ich mich an einem Hoola Hoop Reifen versucht. Das letzte Mal ist bestimmt locker dreißig Jahre her, aber dafür ging es ziemlich gut.

Pläne für nächste Woche

  • Endspurt des Sally-Kleids
  • vorzeigbarer Fortschritt am Juneberry-Cardigan

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