Fantasy Filmfest: Tag 4

Das Fantasy Filmfest ist schon fast zwei Monate her, aber wir haben es ja nicht eilig. Die vier Filme, die ich am vierten Tag gesehen habe, sind auch allesamt noch nicht im deutschen Kino angelaufen (bzw. es ist fraglich, ob sie das überhaupt werden). Also erzähle ich mal …

Angefangen habe ich mit Blind Alley, von dem ich überhaupt nichts erwartet hatte und vielleicht deshalb so viel Spaß dran hatte. Was weniger an der Geschichte lag, die war nun wirklich nicht besonders raffiniert. Zimmermädchen Rosa bekommt einen Anruf: sie ist beim Model-Casting eine Runde weiter, der nächste Termin ist am nächsten Tag. Also eilt sie nach der Arbeit noch fix in den Waschsalon um die Ecke, um ihr Outfit aufzufrischen. Dort muss sie sich dann aber verbarrikadieren, denn vor der Tür lauert ein Serienkiller. Was mir daran gefallen hat, war viel eher der Look. Sixties, flackerndes Neonlicht, Primärfarben. Ich hab zuhause gleich meine burda-Sammlung durchsucht, irgendwo war genau so ein Kleid …

Dann gab es Replicas (oder: In Their Skin, noch ohne deutschen Starttermin), einen gut besetzten und ziemlich fiesen Home Invasion Thriller. Auf dem Zettel hatte ich ihn wegen Selma Blair, aber James d’Arcy als Bobby hat mir noch besser gefallen.

Auf The Suicide Shop hatte ich mich sehr gefreut. Der Zeichenstil ist zwar nicht so wirklich meins, das war abzusehen, aber die Idee fand ich gut. Was ich nicht wusste: es wird gesungen in diesem Film. Viel. Eigentlich dauernd. Das hat mich derart genervt, dass ich mehrmals überlegt habe, rauszugehen.

Eines meiner Highlights war dann Killer Joe. Den hatte ich beim Sichten des Programmhefts überblättert, aber dann lief der Trailer am Eröffnungsabend und mir war klar: den muss ich sehen. „Matthew McConaughey gives the performance of his career“ war eine der Aussagen im Trailer, und er ist wirklich unglaublich intensiv, die Mimik und jede Geste sitzen perfekt, er kontrolliert jederzeit die Situation. Er ist ruhig und höflich, aber diese Ruhe kann jederzeit kippen und sich in einer Explosion von Gewalt entladen, er ist wirklich zum Fürchten. Empfehlung. Der Film ist von 2011, die DVD soll am 2.11. erscheinen, man diskutiert wohl noch, was die Altersfreigabe – definitiv ab 18 aber womöglich geschnitten – angeht.

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