Fantasy Filmfest: Thale

Ich war mir zunächst nicht ganz sicher, wie ich THALE fand. Außer: zu kurz! Vieles wird nur angedeutet oder mit Tonbandaufnahmen erzählt, es reicht aus, aber über Leo und Elvis hätte ich gern mehr erfahren, ebenso über die Wesen im Wald, und natürlich über Thale selbst. Aber alles in allem und mit einem Tag Abstand hat er mir gut gefallen.

Fantasy Filmfest: After

After war eine gute Wahl. Spannend und ein bisschen märchenhaft mysteriös. Ana ist mit dem Überlandbus auf dem Weg nach Hause, als einziger weitere Fahrgast steigt Freddy zu, die beiden kommen ins Gespräch, der Bus gerät in einen Unfall. Am nächsten Morgen wacht Ana auf, sie hat verschlafen und kommt zu spät zur Arbeit, nur dass das keiner merkt, denn das Krankenhaus ist leer. Die ganze Stadt ist leer. Nur Freddy ist da. Und eine dunkle Wolkenwand, die die Stadt an allen Seiten umschließt und langsam näher kommt … Die Auflösung hat mich nicht komplett überrascht, aber die Geschichte ist clever und liebevoll konstruiert.

Eben habe ich noch das Goodie-Paket, das die Dauerkartenbesitzer bekommen, abgeholt. Es besteht aus einem T-Shirt und einer Tasche mit Kugelschreiber, Schlüsselband, Erste-Hilfe-Set und Erfrischungstuch drin. Sehr aufmerksam. Das Erste-Hilfe-Kästchen eignet sich bestimmt auch gut als Nähkästchen. Gleich gibt es Thale, und das war es dann für heute.

Fantasy Filmfest: Sightseers

Heute ging es also endlich los. Mit Sightseers. Nach dem Trailer hatte ich nicht viel erwartet, aber die Rosebuds machen nicht irgendeinen Film zum Eröffnungsfilm, dachte ich mir, und die Beschreibung klang dann auch recht gut: Tina, die mit 34 noch bei ihrer Mutter lebt, will mit ihrem neuen Freund Chris eine Wohnwagentour durch England machen. Ihre Mutter ist eine ziemliche Glucke und tut was sie kann, um Tina diesen Plan madig zu machen, aber die ist so glücklich mit ihrer ersten großen Liebe und nicht aufzuhalten. Es geht also los durch wunderschöne Landschaften – die Bilder sind wirklich atemberaubend, Devonshire, Lake District, wunderschön, ich möchte da hin … Nun. Auf so engem Raum kann Chris allerdings nicht lange verheimlichen, dass er ein Serienmörder ist … Die Geschichte wird mit bösem britischen schwarzen Humor erzählt, die Darsteller, die die Charaktere selbst entwickelt und das Buch geschrieben haben, standen nach dem Film noch Rede und Antwort, was ich eigentlich immer sehr unterhaltsam finde, und – das darf in diesem Blog natürlich nicht unerwähnt bleiben – es wird nicht nur viel gestrickt in diesem Film, es gibt auch allerhand gestrickte Teile zu bewundern. Besonders sticht hier natürlich ein Set in altrosa und schwarz hervor, das Tina vermutlich eigens für diesen romantischen Urlaub angefertigt hat. Ich hab mir beim Q&A verkniffen, nach dem Muster zu fragen. Ich möchte da morgen wieder hin und ich sorge da schon mit „normalem“ Strickzeug manchmal für Irritationen … Apropos. Natürlich gibt es ein Festivalprojekt. Aber das muss leider noch ein bisschen geheim bleiben.
Nach Sightseers gab es dann V/H/S. Den hab ich mir geschenkt, ich steh nicht so auf diese Found Footage Geschichten. Zu Killer Joe hab ich den Trailer gesehen, der muss mit auf die Liste. Und Sushi Girl ist nach dem Verriss von Frau Flinkwert wieder gestrichen, da gucke ich lieber After.