Shepherd Girl

Von eliandhra, 30. November 2009 11:59

shephergirl02

Ich gehöre ja zu den Menschen, die, wenn sie eine Mütze tragen, optisch IQ-Punkte im zweistelligen Bereich verlieren; dennoch denke ich, dass ich ein Recht auf warme Ohren habe, und da Regina eine Gretel nach der anderen strickt und ich dann auch neulich beim Stricktreff mal eine in der Hand hatte, ist es wieder mal passiert: the hive mind got me. Ich habe mir bei sheepishcreations Superwash-BFL bestellt, versponnen und Navajo-verzwirnt (stellenweise leider nicht wirklich aran weight – meine Singles werden immer dünner, jetzt ist es also so weit), und am Wochenende eine Gretel damit angeschlagen und sie auch schon fast zur Hälfte fertig. Das Muster ist gut geschrieben, macht Spaß, geht trotz Zöpfen einigermaßen flott und es hat den “ach, nur noch eine Runde”-Effekt.
Ich habe den von der Designerin empfohlenen Tubular Cast on gelernt, was erstmal fummelig war, aber ein wirklich schönes Bündchen ergibt – ich denke, für Pulloverbündchen wird das zukünftig meine Anschlagmethode der Wahl werden. Für Socken ist die sicher auch schön, allerdings sollte man erstmal ein paar Reihen hin und her stricken, bevor man die Maschen zur Runde schließt, weil man sich sonst gnadenlos vertüddelt, und ich habe relativ wenig Lust, da jedesmal einen Schlitz zuzunähen … andererseits muss der Anfangsfaden ohnehin vernäht werden. Und man sieht das nicht wirklich, das hab ich bei der Mütze schon ausprobiert.

dogmittens

Außerdem habe ich mein erstes Fair Isle-Projekt seit langem angeschlagen, nämlich die Dog Mittens von Jorid Linvik. (Das Foto wurde mit einem Telefon gemacht und sieht deshalb auch so aus – aber bisher ist ja noch nicht viel zu erkennen). Mal schauen, wie ich damit zurechtkomme, das letzte Projekt in Fair Isle bzw. Intarsia bzw. “Einstrickmuster”, wie es damals noch hieß, hab ich in der Schulzeit gestrickt, nämlich einen braunweißen FC-St. Pauli-Fan-Pullover. Leider, leider existiert das Ding nicht mehr.

Bestandsaufnahme

Von eliandhra, 5. November 2009 15:26

Inzwischen ist der zweite Ärmel von “Little Red Riding Hood” fertig und das untere Zopfbündchen so gut wie fertig. Ich mache mir also schon langsam Gedanken über Knöpfe. Allerdings werde ich, anders als in der Anleitung, keine unterschiedlichen Knöpfe nehmen, weil das Garn schon genug Abwechslung bringt. Die Adresse meines Vertrauens für Knöpfe ist ja nach wie vor das Knopfparadies, meine ungefähre Vorstellung geht – da bin ich mir mit der Anleitung einig – in Richtung Metall, ich bin mir allerdings noch nicht so sicher, ob das wirklich passt. Etwas perlmuttiges wäre auch denkbar, Holz eher nicht, das ist mir dann doch zu öko. Mal gucken. Ich werde sicher nicht nur eine Sorte Knöpfe finden, die mir gefällt.

Beim letzten Wollmeisenupdate habe ich einen Strang Lacegarn in Granatapfel erstanden, den ich entweder zu einer Hanami oder der Juno Regina verarbeiten werde. Ich tendiere ein bisschen zu letzterer.

Dann gibt es ein neues Sockenmuster von Cookie A.: Calloway, das ist genau das Muster, auf das meine ShibuiKnits Sock gewartet hat. Ich habe zwei Stränge in der Farbe Seaweed, ein dunkles Olivgrün mit ein wenig Variation, das das Muster sehr schön herausbringen dürfte. Allerdings habe ich noch zwei Paar Socken angefangen (einen Firestarter und Es duftet nach Lavendel (Ravelry-Link)), die mache ich erstmal fertig. Oh, und sockenmäßig hab ich noch Yarnissimas Zum Dirndl auf dem Zettel – dafür werde ich mich noch verfluchen. Kniestrümpfe! Und in jeder Reihe passiert etwas! Wolle (ganz simples graues Sockengarn) und Muster sind allerdings schon gekauft, also ziehe ich das durch.

Tja, und da die oben genannten Projekte allesamt alles andere als mindless sind, ich einen Schal brauche und die wellensittichvogelfederfarbene Wollmeise zu schade für Socken finde, werde ich daraus einen Baktus stricken. Als ich am Sonntag Reginas Baktus in der Hand hatte, ist der letzte Rest meines Widerstandes dahingebröckelt. So kann es gehen. Übrigens ist dieses Muster ja tatsächlich nach der Kinderbuchfigur benannt. Ich dachte, das sei Zufall, aber nein, es gibt auch einen Karius. Das Kinderbuch “Karius und Baktus” von Thorbjørn Egner (Wikipedia-Link) lag damals bei meinem Kinderzahnarzt im Wartezimmer und ich mochte es ziemlich gern. Ich habe selber etliche Zahnhöhlenbilder gemalt. Hätte nicht gedacht, dass ich Baktus mal auf diese Art wiederbegegne.

P.S.: ich musste grad sehr lachen, als ich las, dass Frau Gerbil dem Baktus ebenfalls erlegen ist :)

Liste Oktober 2009 • gehört, gesehen, gelesen

Von eliandhra, 2. November 2009 19:12

Filme/Movies
Verblendung *****
Orphan ****o

Audiobooks
Mo Hayder: Ritualmord (Ritual) ***oo
Stieg Larsson: Verblendung *****
Stieg Larsson: Verdammnis ****o
Stieg Larsson: Vergebung ****o
Kerstin Gier: In Wahrheit wird viel mehr gelogen **ooo

Auch dieser Roman von Kerstin Gier wird von Mirja Boes gelesen, und es macht einfach wieder mal Spaß, ihr zuzuhören. Die Geschichte fand ich dürftig, dass es sich um eine gekürzte Lesung handelt, macht es vermutlich nicht besser. Sie spielt wieder in der Insektensiedlung, hat aber nicht wirklich viel mit den Damen der “Müttermafia” zu tun, so dass sich mir die Frage stellt, ob Frau Gier diese Kulisse aus Ideenlosigkeit recycelt hat, ebenso fehlen Passagen, die mir wegen unkontrollierten Kicherns in der Bahn verstörte Blicke der anderen Fahrgäste eingebracht hätten, leider komplett. Aber als akustische Bespaßung zur Schlafzimmerrenovierung war es völlig ok.

Bücher/Books
Sarah Kuttner: Mängelexemplar *****

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