Weekly Journal – Woche 45

Ich habe mir das Noro-Virus eingefangen. In Handarbeitskreisen ist das ja eine durchaus missverständliche Aussage, deswegen möchte ich konkretisieren: die nicht so angenehme Sorte. Was eine starke Untertreibung ist, ich kann mich nicht erinnern, mich in meinem Leben jemals so krank und elend gefühlt zu haben. Heute, am Sonntag, tut mir zwar noch alles weh – die Muskeln vom vielen Liegen, die Innereien von der ganzen Krampferei und der Kopf vermutlich wegen der Unordnung im Elektrolythaushalt – aber das Schlimmste scheint überstanden. Und da ich den Blogpost nie in einem Rutsch schreibe, sondern die Woche über schon immer was vorbereite, gibt es hier trotzdem was zu lesen.

Stricken, Spinnen & Häkeln
Der Water & Stone ist fertig, Fotos folgen nächste Woche, er ist noch nicht trocken. Die Cria wächst und macht mir sehr viel Spaß, die Konstruktion ist wirklich interessant: man beginnt mit zwei Rechtecken für die Schultern, nimmt daraus Maschen auf, schlägt dazwischen noch welche für den hinteren Halsausschnitt an und formt die Schulterpartie mit verkürzten Reihen. Das gefachte Garn aus der Hamburger Wollfabrik macht es ein wenig mühsam, gerade am Anfang, wenn viele Maschen zuzunehmen oder aus der Kante herauszustricken sind, allzu oft erwische ich nicht alle der vier Fäden, aber das tut der Freude an dem Teil keinen großen Abbruch.

Sport
Am Mittwoch hat das Problemknie bei einer unkoordinierten Bewegung ein knirschend-reißendes Geräusch von sich gegeben. Seitdem beargwöhne ich es: Ist es dick? Tut es weh? Mehr oder anders als sonst? Ist da was oder ist da nichts? Und wenn man die Aufmerksamkeit so bündelt, nimmt man ja Dinge wahr, die man sonst so gar nicht mitbekommen würde. Ich mache mich völlig irre damit. Manch einer kennt das vielleicht von Zahnschmerzen oder auch nur einem Loch im Zahn, das sich mit der Zunge ohnehin wie ein Krater anfühlt und das man ständig untersucht. Muss ich zum Zahnarzt? Ist da nicht ein leichtes Pochen? Ist die Wurzel schon entzündet?
Meine Hausärztin hat mir eine Bandage verordnet und zur Gewichtsreduktion geraten – eigentlich war ich nur zum Routinecheck der Schilddrüse dort (der TSH treibt sich schon wieder in Höhen rum, in denen er nichts zu suchen hat), aber wir haben ein bisschen geschnackt und ich hab ihr vom Meniskusriss erzählt. „Haben Sie eine Bandage?“ – „Nö.“ – „Warum das denn nicht?“ – „Weil mir keiner eine angeboten hat. Bringt das denn was?“ – „Ja, das stabilisiert total!“ Sie hat mir daraufhin milde fassungslos ein Rezept ausgestellt. Ich werde damit nächste Woche mal ein Sanitätshaus aufsuchen und bin gespannt. Mit dem Joggen werde ich erst wieder anfangen, wenn ich zehn Kilo los bin. Dem Knie zuliebe. Bis dahin muss flottes Spazierengehen reichen.
Der Text ist bis hierhin von Donnerstag und ich möchte ergänzen, dass ich mir seit Freitag Nacht nur sehr, sehr wenig Gedanken um mein Knie gemacht habe. Das Training werde ich zumindest am Montag aber noch ausfallen lassen. Nach Herumspringen steht mir wahrlich noch nicht der Sinn und ansteckend bin ich wohl auch noch.

Kulinarisches
Ich habe es am Donnerstag noch auf den Markt geschafft und dort Knoblauch gekauft, um endlich mal das Confit-Rezept aus dem Kuriositätenladen auszuprobieren. Die Knoblauchzehen werden in Öl bei niedriger Temperatur confiert, bis sie weich sind, und können dann in Rezepten anstelle frischen Knoblauchs verwendet werden. Ich koche zwar recht gern und oft mit Knoblauch, dennoch passiert es immer wieder, dass mir die Zehen vertrocknen und sich in dunkelgrauen Staub verwandeln. Ebenso wie Steph vom Kleinen Kuriositätenladen schätze ich die Süße von ofengebackenem Knoblauch, mag aber die fiese Schärfe von rohem Knoblauch nicht.
Eigentlich hätten wir es am Wochenende beim Kochen ausprobieren wollen, aber da Essen für mich irgendwie so gar kein Thema war, wird der Test noch auf sich warten müssen. Kein Problem, denn das Knoblauch-Confit hält sich im Kühlschrank mit Öl bedeckt mehrere Monate.

Pläne für nächste Woche
Mal schauen, wie es mir so geht, ich werde mich noch ein bisschen schonen. Und viel stricken. Ich hoffe, ordentlich was an der Cria zu schaffen. Bis Ende November werde ich sie nicht fertig bekommen, aber bis Ende des Jahres wäre doch ziemlich cool.

Weekly Journal – Woche 44

Ich hab die Winterjacke rausgeholt, es ist kalt geworden. Es kursieren die ersten Einladungen zu Weihnachtsfeiern, eine davon findet bereits nächste Woche statt. Ich mag noch nicht so recht. Außerdem: viel Arbeit und Irritationen in zwischenmenschlichen Beziehungen, die mich – teils schon seit Monaten – traurig und ratlos machen. Kriechströme. Nicht viel Energie für Sport und meine Projekte. Durchgehend Kopfschmerzen. Früh ins Bett gegangen, um genug Schlaf abzubekommen und weil ich ohnehin zu nichts Lust hatte, aber was nützt das, wenn ich dann nachts aufwache und eine Stunde oder länger wach liege und vor mich hin grüble. Ich frage mich, wie das nächste Woche werden soll, wenn zusätzlich wieder zweimal Training auf dem Plan steht. Aber das sehen wir dann.

Stricken, Spinnen & Häkeln
Den ganzen Montag habe ich mit mir hin und her debattiert, ob ich mir den NaKniSweMo-Irrsinn wirklich antun soll. Am Montag Abend habe ich die Debatte vertagt: strick vielleicht erstmal eine Maschenprobe, dann sehen wir weiter. Ich bin ja versiert in allen Formen des Selbstbetrugs, will sagen: wenn die Anleitung eine Maschenprobe von 24 Maschen und 30 Reihen für 10 x 10 cm fordert, erreiche ich die auch. Ich musste mir jedoch eingestehen, dass ich mir aus dieser Art von Gestrick irgendwie keine Jacke vorstellen kann. Also keine Cria, jedenfalls nicht aus diesem Garn. So. Und jetzt? Nach einer Anleitung für Light Fingering bzw. Lace Weight suchen und den Wasserwirbel von Annette Danielsen wiederfinden. Den habe ich schon länger auf der Liste und den kann ich mir in dem Garn sehr gut vorstellen. Also eine neue Maschenprobe gemacht: sieht gut aus, das Garn möchte eindeutig lieber mit Nadelstärke 3 verstrickt werden, und wenn es denn erstmal fertig gesponnen ist, wird es für diese Jacke, die etwa 2000 Meter schluckt, auch reichen.

Also zurück zur Eingangsfrage. Wiederaufnahme der inneren Debatte, dabei schön am Water & Stone weitergestrickt, also keine vertane Zeit. Abstimmung im inneren Team am Mittwoch Abend. Ja, wir stricken einen Wasserwirbel – aber nicht diesen November. Und auch erst, wenn das Garn komplett fertig gesponnen ist. Der Water & Stone hat einstweilen die Zielgerade erreicht, wenige Reihen Bündchen sind noch zu stricken, dann den letzten Faden vernähen, baden, spannen. Nächste Woche kann ich ihn zeigen. Und, viel wichtiger: anziehen!

Und was ist dann mit NaKniSweMo? Eigentlich wollte ich mich drücken, aber dann hat Susanne in ihrer letzten Podcast-Episode verkündet, dass unter anderem ich sie zur Teilnahme angestiftet hätte, und da käme es mir schäbig vor, den ganzen November einfach entspannt und ohne Zeitdruck nur so zum Spaß (!) vor mich hin zu stricken. Also kopfüber in die Stashkiste getaucht und die Vorräte mit meiner Queue abgeglichen. Garn gefunden, das ich vor fast zehn Jahren in der Wollfabrik gekauft habe, sensationell günstig, Merino in petrol. Die dritte Maschenprobe. Für eine Cria.

Sport
Nein, auch diese Woche nicht. Auch kein Yoga. Dabei wäre das so wichtig. Am Freitag im Arriba, aber wegen Saunanacht mit einer Stunde Wartezeit am Einlass. Also nur noch Sauna, keine schwimmen mehr. Keine Aufgüsse, dafür war es zu voll, die Menschen saßen dicht an dicht. Fremde schwitzende Haut an meiner geht gar nicht, fremde bekleidete Menschen, die mich berühren, sind ja schon zu viel.
Beim Dart war ich so halb anwesend, gedanklich woanders, nur ein Doppel gespielt, nichts Zählbares beigetragen, in der Halbzeit das Teamfoto, dann ab nach Hause. Ich werfe zur Zeit keine guten Darts – zu viel Lärm im Kopf.
Das Knie muckt. Vielleicht der Wechsel auf die Winterstiefel (obwohl ich die natürlich auch mit den Einlagen trage). Möglicherweise muss ich mich daran gewöhnen, dass es fortan im Knie immer irgendwie sticht. Aber momentan ist es noch so, dass ich reflexartig schonen möchte.

Buch, Bild & Ton
Ich habe ein neues Hörbuch: Der Ruf des Kuckucks, der erste Band der Cormoran-Strike-Reihe, die J. K. Rowling unter dem Pseudonym Robert Galbraith veröffentlicht hat. Bisher bin ich ganz angetan, viel hab ich ja noch nicht gehört. Dietmar Wunder liest angenehm, die Figuren sind facettenreich. Das kann sie einfach, die Frau Rowling.

Kulinarisches

The word orange wandered through her mind in search of something to connect with

Recht kürbislastig ist es diese Woche bei uns zugegangen. Am Mittwoch gab es eine Suppe mit Kürbis, roten Linsen und Tomaten, ein Rezept aus dem Kleinen Kuriositätenladen. Statt Pulver hatte ich frische Kurkumawurzel verwendet, und meine Finger sahen zwei Tage lang aus wie die eines starken Rauchers. Das Zeug färbt selbst Dinge, von denen ich gar nicht dachte, dass man sie färben kann, wie zum Beispiel die Klingen meines Turbochefs (ein kleiner Schredder von Tupper, in dem man mit einem Zugband Klingen rotieren lassen kann, seit einigen Jahren mein liebstes Werkzeug zum tränenlosen Zerkleinern von Zwiebeln und dergleichen). Die Suppe war köstlich und ich über Stunden pappsatt. Am Donnerstag gab es ein Kürbisrisotto mit Kürbiskernkrokant, dank Kürbispüree besonders schlotzig und schön gelb, und das restliche Kürbispüree habe ich dann am Samstag in Burgerbuns verarbeitet (nach meinem bewährten Rezept, die Flüssigkeitsmenge habe ich einfach halbiert, das gab eine gute Teigkonsistenz und aufgegangen sind sie auch sehr schön)

Dies & Das
Neben dem regelmäßigen Wochenrückblick habe ich mich diese Woche der Aktion „Tausend Fragen“, die ich jetzt in einigen Blogs gesehen habe, angeschlossen, und werde die nächsten knapp fünfzig Wochen jeden Donnerstag jeweils zwanzig davon beantworten. Es gibt sogar eine Kategorie dafür.

Pläne für nächste Woche
Alle Handarbeitszeit wird in die gleich nach Vollendung des Water & Stone anzuschlagende Cria-Jacke gehen. Ich habe weiterhin Vollbeschäftigung. Zweimal die Woche Training vs. die aufkeimende Erkältung, die ich für meine Mattigkeit und Kopfschmerzen verantwortlich mache, das sehe ich irgendwie noch nicht (der Mann schnieft und krächzt bereits seit ein paar Tagen, es ist offensichtlich, dass mein Immunsystem schwer beschäftigt ist). Den Stammtisch am Dienstag habe ich sicherheitshalber bereits abgesagt, es gab ohnehin nur eine Anmeldung. Außerdem habe ich am Samstag mehr durch Zufall erfahren, dass wir kurzfristig vom gemütlichen Sofa weg- an einen erhöhten Tisch zwischen Eingang und Treppe zum Klo gesetzt worden wären – eine Hälfte Barhocker ohne Lehne mit dem Rücken zum Durchgang, die andere mit einer kalten Fensterscheibe zum Anlehnen. Genau das Richtige für meine sensiblen Gäste. Sport nehme ich mir einfach mal nicht vor, das wird sowieso nichts – und wenn doch, bin ich positiv überrascht.

Weekly Journal – Woche 43

Manchmal reicht ein Tag, ein Ereignis, um mich für den Rest der Woche aus der Spur zu werfen. Das passierte am Dienstag. Auch diese Woche hab ich größtenteils beim Kunden verbracht. Dazu kam Schienenersatzverkehr aufgrund einer Baustelle, in dessen Folge ich statt zwei Minuten in der leeren U-Bahn mehr als zwanzig Minuten im vollgestopften Bus (und mit vollgestopft meine ich, dass wir zu viert vorn an der Tür vor der Schranke standen, die man normalerweise passieren muss, weil sich der Busfahrer sonst weigert, loszufahren) zwischen den anderen Berufspendlern im Stau stand. Am ersten Tag hab ich das noch irgendwie ausgehalten, am zweiten habe ich den Busfahrer gebeten, mich rauszulassen, weil ich nicht mehr atmen konnte. „Bis zur Ampel noch, dann geht es viel schneller“ war wohl aufmunternd gemeint. Dass die Tränen so knapp unter der Oberfläche lauerten, hat mich selbst überrascht. Die restlichen Tage bin ich diese Strecke gelaufen und war damit genauso schnell wie der Bus. Mit Wartezeiten war mein Arbeitsweg damit jeden Tag insgesamt eine Stunde länger. Es ist schon etwas länger her, dass ich ein Wochenende so herbeigesehnt habe.

Stricken, Spinnen & Häkeln
Meine Handarbeitszeit hat sich diese Woche weitestgehend aufs Wochenende konzentriert. Ich habe während der Bahnfahrt wenig gestrickt, dementsprechend ist der Water & Stone kaum gewachsen.
Der erste Strang der Scandi Blend, den ich letzte Woche verzwirnt habe, hat 387 Meter auf 82 Gramm, der zweite 450 auf 100. Damit kann ich arbeiten, glaube ich, ist sogar fast ein bisschen dünn. Ich mag die Farbe, fürchte mich aber ein wenig vor der fertigen Jacke: die wird ganz schön kratzig. Ich habe den zweiten Single verzwirnt und den dritten Kammzug angesponnen. Auch der ist verklebt, das wird also dauern.
Die nächsten Projektideen warten schon in der Pipeline. Ich würde unheimlich gern mal ein Verlaufsgarn spinnen, so wie Chantimanou es in diesem Video zeigt. Das fertige Garn würde ich dann vermutlich zu einem großen Tuch verarbeiten, vielleicht aber auch zu einer neuen Topstykke-Tunika, nachdem ich mich ja von der alten trennen musste. Außerdem habe ich bei Rosy Green Wool eine Strickjacke gesehen, die mir sehr gut gefällt, Dustin von Isabell Kraemer – Sockenwollstärke, natürlich.

Sport
Gar nichts habe ich unter der Woche gemacht, ich habe sogar meine Sonnengrüße an zwei Tagen ausfallen lassen. Allerdings nicht hintereinander. Eine meiner Regeln zum Aufbau von Gewohnheiten ist: nie zweimal hintereinander scheitern. Am Mittwoch habe ich ausgesetzt, am Donnerstag habe ich mich auf die Matte gezwungen. Was okay war, als ich erstmal dabei war. Am Freitag habe ich allerdings wieder ausgesetzt … Dienstag wäre der einzige Wochentag gewesen, in dem ich eine Laufeinheit sinnvoll hätte unterbringen können, nur hat es da den ganzen Tag Kuhschiet geregnet und gestürmt. Ich wäre nach nicht einmal hundert Metern komplett durchnässt gewesen. Am Sonntag habe ich dann wenigstens noch für zwanzig Minuten die Hanteln bewegt. Ich habe bei der Frau Kaltmamsell Fitness Blender entdeckt und da direkt mal das Lean Arms Workout ausprobiert. Hat mir gut gefallen. Reduziert auf das Wesentliche, keine fancy Kulisse, keine Von-nix-kommt-nix-Einpeitscherei, keine stampfende Musik, angenehm unaufgeregter Instruktor. Das könnte was Ernsteres werden mit uns.

Buch, Bild & Ton
Ich vermisse Facebook nicht. Anstelle von Facebook lese ich jetzt noch mehr Blogs, am liebsten und regelmäßig Susanne, Frau Brüllen, Anke Gröner, die Kaltmamsell und Frau Nessy. Ich empfinde das wirklich als bereichernd, insbesondere die drei letztgenannten verleiten mich mit verlinkten Artikeln immer wieder zum Blick über meinen Tellerrand. Danke dafür!
Außerdem haben wir uns am Wochenende seit langem mal wieder mit einem Film und Schnittchen auf der Couch eingemuckelt und Isle of Dogs gesehen. Ich hatte ihn dieses Jahr im April bei den FantasyFilmfest Nights gesehen, aber der Mann kannte ihn noch nicht. Ich mag den Stil des Films sehr.

Kulinarisches
Am Wochenende gab es Kartoffelpuffer mit Apfelmus, ein Lieblingsessen meiner Kindheit. Schließlich musste ich seelisch gepäppelt werden, und das geht am besten mit Comfort Food. Die Zubereitung der Puffer obliegt dem Mann, schon immer bei uns. Als wir uns 2012 wiedertrafen (wir haben uns 2007 bei der Arbeit kennengelernt, uns aber zwei Jahre später aus den Augen verloren, weil ich nur einen befristeten Vertrag hatte), erzählte Jens, er lerne gerade kochen, worauf ich antworte „Wenn du glaubst, dass du Kartoffelpuffer kannst, sag bescheid, ich komme dann kontrollieren, ob das auch stimmt.“ Die Lektion Kartoffelpuffer wurde vorgezogen, ich kam probieren – und blieb. So war das.

unterwegs
Ich war am Donnerstag beim English Chat, und das war actually really nice. So nice, dass ich das aus Energiehaushaltsgründen veranschlagte Stündchen auf drei ausgedehnt habe. Die Leute waren nett, das Essen war gut, die Location war gemütlich. Das Lüttliv hat draußen hinter dem eigentlichen Lokal noch einen gemütlich eingerichteten Bauwagen, die „Gute Stube“ mit Platz für vielleicht zwölf Leute, dort saßen wir. Ich hab keine Fotos gemacht, irgendwie war das in der Situation unangemessen. Vielleicht passt es nächstes Mal besser. Und meine Fliese habe ich auch, natürlich eine aus dem Überraschungsfach. Es ist ein Schiff drauf, für mich ist das natürlich die Langeoog 1 auf dem Weg zur Insel. Mit der ich dieses Jahr noch einmal fahren werde, so habe ich beschlossen, denn da ich jetzt so viel arbeite, ist Anfang Dezember nochmal ein Wochenende auf der Insel drin.

Dies & Das
Wenn die Waage am Morgen nach einem Tag, an dem man sich vorbildlich an die selbstauferlegten Spielregeln gehalten hat, ein Kilo mehr zeigt, ist das im Sinne der instrumentellen Konditionierung ein bisschen problematisch. Es erinnert mich daran, dass ich, als ich vor über zwanzig Jahren mit dem Rauchen aufhörte, erstmal eine fette Bronchitis bekam. Na toll, dachte ich mir, ich quäl mich ab für meine Gesundheit und es geht mir nicht besser, sondern sogar schlechter, ich huste mehr anstatt weniger, dann kann ich ja auch weiter rauchen. Das habe ich aber nicht, dieser Versuch war mein letzter, es gab seitdem keinen einzigen Rückfall. Ich weiß bis heute nicht genau, was mich damals bei der Stange gehalten hat, aber irgendwo in mir muss diese Energie doch noch sein. „Achtung, eine Durchsage: das kleine Durchhaltevermögen wird gebeten, sich beim präfrontalen Kortex zu melden! Das kleine Durchhaltevermögen bitte!“

Pläne für nächste Woche
Und auch nächste Woche hat der Kunde noch Bedarf. Am Dienstag haben wir ein Heimspiel gegen HSV3, das wird bestimmt nett, aber auch spät. Mittwoch ist Feiertag, die Bahnstrecke ist wieder frei, und ich schaue mal, ob ich dringend volle acht Stunden gebraucht werde, falls nicht trete ich etwas kürzer. Ich kann fast die gleichen Pläne wie letzte Woche aufschreiben:

  • bis Ende des Monats am Water & Stone weiterstricken
  • am 1. November im Rahmen des NaKniSweMo die Cria-Jacke anschlagen (I‘m crazy and I know it)
  • Weiter mit Kammzug Nr. 3 …
  • nochmal dieses Arm-Workout machen
  • zweimal laufen – am Mittwoch und einmal am Wochenende – ich geb ja nicht auf
  • sinnig essen und für ausreichend Schlaf sorgen