Weekly Journal – Woche 35 bis 37

Dann wollen wir mal versuchen, die letzten drei Wochen aufzuholen. Ich will nicht sagen, dass gar nichts passiert ist, ganz im Gegenteil. Aber da weder die Ereignisdichte sonderlich hoch noch die Aktivitäten an sich übertrieben vielfältig waren, kriegen wir das wohl in unter 1.500 Wörtern rekapituliert.

Stricken, Spinnen & Häkeln
Der Fading Point ist fertig geworden, natürlich auf den allerletzten Drücker, wie das eben so ist. Ich habe ihn wie geplant (zu meinem Hochzeitskleid, kreisch, mehr dazu weiter unten) tragen können und mag ihn sehr. Er ist sehr groß, sehr warm und sehr weich.
Ich habe also die Arbeit am Water & Stone Cardigan wieder auf- und mir vorgenommen, monogam daran zu stricken, bis er fertig ist. Der erste Ärmel ist fertig, ich bin jetzt beim zweiten. Danach erst geht es mit dem Körper weiter – ich ziehe die Ärmel vor, weil ich nicht weiß, wie weit ich mit dem Garn komme: ich möchte weder Reste übrig behalten, noch dass mir beim zweiten Ärmel kurz nach dem Ellenbogen das Garn ausgeht.
Gesponnen habe ich die letzten drei Wochen tatsächlich gar nicht, alle Handarbeitszeit habe ich in den Fading Point gesteckt. Gute zwei Monate für ein Tuch, das ich eigentlich nicht brauche. Hm. Das war doch eigentlich genau das, was ich dieses Jahr nicht mehr machen wollte.

Nähen
Der Mann hatte Geburtstag und ich habe ihm ein Hoodie genäht. Das Vorderteil ziert der Rostocker Greif. Mein erster Versuch mit Bleiche und einer Schablone aus Freezer Paper, ich wollte das schon ewig mal ausprobieren.
Ich hab die Bleiche erst an einem Stoffrest getestet, um zu schauen, wie lange es dauert, bis überhaupt irgendwas zu sehen ist, wie viel ich brauche und welche Farbe dabei herauskommt. Die Schablone habe ich auf das Freezer Paper gedruckt und ausgeschnitten und aufgebügelt. Ich habe handelsüblichen Chlorreiniger unverdünnt in einen Pumpzerstäuber gefüllt und aus gut 30 Zentimetern Abstand vorsichtig gesprüht, vorher natürlich alles, was schwarz bleiben soll, sorgfältig abgeklebt. Und nicht geatmet. Dann hab ich es trocknen lassen, die Schablone abgezogen und mir selbst verblüfft auf die Schulter geklopft. Ich hatte genug Stoff bestellt, um im Falle einer Vollkatastrophe mindestens ein weiteres Vorderteil zuschneiden zu können, aber das war gar nicht nötig.
Der Schnitt ist Luke von Pattydoo. Es war mein zweiter Pattydoo-Schnitt und ich bin ehrlich gesagt auch diesmal nicht restlos überzeugt. Pattydoo-Anleitungen sind in der Regel Videoanleitungen. Im Schnittmuster-PDF gibt es nur Stichworte und den Verweis, wo der Arbeitsschritt im Video gezeigt wird. Wenn es, wie in meinem Fall, mehrere Variationen des Schnitts gibt, ist es blöd, wenn im Video ausschließlich die andere gezeigt wird und nichtmal auf Alternativen verwiesen wird – etwas wie „wenn ihr euch für die Variante mit Tasche entschieden habt, wird die jetzt aufgenäht“ wäre schon nett gewesen. Ich finde Videos, die einzelne Arbeitsschritte zeigen, als Ergänzung toll, und die Videos von Pattydoo sind auch wirklich gut gemacht. Zum beim Arbeiten daneben legen und immer mal wieder zurückblättern habe ich jedoch lieber eine (gern auch bebilderte) schriftliche Anleitung. Ich sitze ja an der Nähmaschine, nicht am Rechner, und habe höchstens das Smartphone dabei. Und auf dem kleinen Display dann zurückzuwischen (es gibt keine Kapitelmarken), um einen Arbeitsschritt wiederzufinden und mir nochmal zeigen zu lassen, finde ich unpraktisch. Das ist auf hohem Niveau gejammert, das ist mir schon klar. Und die Passform – darauf kommt es ja letztlich an – war bei beiden Modellen top. Der Mann zieht das Teil gar nicht mehr aus.

Sport
Ich war zu zwei Läufen gemeldet, dem Hamburg Airport Abendlauf und dem Sanddornlauf auf Langeoog, und ich habe auch teilgenommen. Der Name Hamburg Airport Abendlauf ist ein bisschen irreführend, gelaufen wurde nicht am Flughafen, sondern auf meiner Trainingsstrecke im Norderstedter Stadtpark, je nach Lust, Fitness und Ehrgeiz konnte man eine bis vier Runden à 2,3 km um den Stadtparksee drehen. Ich hatte aus Sorge um mein Knie nicht trainiert und ein wenig gehadert, habe mich aber letzlich entschlossen, hinzugehen und eine Runde zu versuchen, damit die Startgebühr nicht verfällt. Geworden sind es dann zwei Runden, das Knie hatte nichts zu beanstanden, bei meiner Kondition gibt‘s noch Luft nach oben. Insgesamt waren etwas mehr als 500 Menschen gemeldet, alle Altersklassen, die Jüngsten Jahrgang 2011, die ältesten in der Altersklasse W bzw. M75. Wenn man mal von drei Blitzbirnen absieht, die uns aus dem Weg gerempelt haben, weil sie meinten, dass ihnen die „Ideallinie“ zusteht, weil sie ja viel schneller unterwegs sind, war es eine schöne Veranstaltung.
Am Sanddornlauf auf Langeoog wollte ich schon seit zwei Jahren teilnehmen und dieses Jahr hat es endlich geklappt. Die Strecke ist anspruchsvoll, ca. 700 der 5.000 m sind wir am Strand gelaufen, im Sand und mit ordentlich Gegenwind, und als ob das noch nicht genug wäre, gab es mehrere recht steile Anstiege beziehungsweise Gefälle in den Dünen. Dafür geht meine Zeit mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 7:45 min pro Kilometer schon in Ordnung. Die Kulisse ist natürlich ein Traum, und überall sind Urlauber, die einen anfeuern. Nächstes Jahr findet der Sanddornlauf am 21. September statt, das ist eigentlich schon außerhalb unserer üblichen Urlaubszeit, mal gucken, ob ich es doch irgendwie hinkriege.
Wenn mir das Knie nicht dazwischengekommen wäre, hätte ich letztes Wochenende wahrscheinlich zum ersten Mal an der Sideline gestanden. Ich hab die Fotos vom Auftritt gesehen, die beiden Neuen, die mit mir gestartet sind, waren diesmal das erste Mal dabei und scheinen eine Menge Spaß gehabt zu haben. Irgendwie mag ich das Thema noch nicht ad acta legen. Tanzen ist für mich einfach der Sport mit dem höchsten Spaß- und Glücksfaktor. Ich würde gern einen neuen Versuch starten, wenn die Sporteinlagen da sind. Ich schnacke vorher nochmal mit den Trainerinnen. Ich trage momentan Einlagen in meinen normalen Straßenschuhen und habe den Eindruck, dass sie helfen. Es bleiben natürlich die seitlichen und drehenden Bewegungen. Ich habe mich durch mehrere Webseiten gelesen und wieder Hoffnung geschöpft: eine gut trainierte Stützmuskulatur kann einiges ausgleichen. Und klar, je weniger Gewicht man mit sich herumträgt, desto besser für die Gelenke. Und ich hab da ein paar Kilo, die ich nicht dringend brauche. Also gezieltes Training und abspecken – nichts leichter als das. Ähm.

Buch, Bild & Ton
Mit Dystopien kriegt man mich immer – gleich zwei Hörbücher dieses Genres habe ich in den letzten Wochen gehört. Zuerst „Die Optimierer“ von Theresa Hannig: in der nahen Zukunft gibt es in der Bundesrepublik Europa ein bedingungsloses Grundeinkommen und eine Agentur für Lebensführung, die dafür Sorge trägt, dass jeder eine Arbeit zugeordnet bekommt, die seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen entspricht. Oder eben auch keine, das ist dann die sogenannte Kontemplation, das ist okay, das System trägt das. Klingt ja erstmal sehr schön, ist aber mit einem hohen Maß an Kontrolle und Überwachung verbunden. Es regiert eine Optimalwohlökonomie, die Kostenfaktoren wegrationalisiert. Wir begleiten den Lebensberater Samson Freitag, einen gewissenhaften Bürger, in dessen Leben alles nach Plan verläuft – und dann nimmt sich eine von ihm beratene Klientin das Leben und seines gerät aus den Fugen. Hat mir gut gefallen. Bonuspunkte, weil es in München spielt.
Das zweite war „Vox“ von Christina Dalcher. Ich war etwas skeptisch. Das Buch wird ziemlich gehyped, ich habe den Klappentext gelesen und eine zwar unterhaltsame, aber im Prinzip dünne Handlung erwartet – und wurde überrascht. In einer nicht allzu fernen Zukunft dürfen Frauen und Mädchen nicht mehr als 100 Wörter am Tag sprechen. Dafür, dass sie dieses Limit einhalten, sorgen die Wortzähler, die sie am Handgelenk tragen müssen und die bei Nichtbefolgung Stromströße aussenden. Das klingt so knapp zusammengefasst abwegig, die Autorin bekommt es aber gut hin, dass es sich über weite Strecken realistisch anfühlt, und das macht für mich den Grusel der Geschichte aus. Und Frau Sawatzki liest wieder mal sehr gut.

Dies & Das
Ich habe geheiratet. Darüber unter dieser Überschrift zu berichten, fühlt sich auch irgendwie schräg an, so unter „ferner liefen“, aber in die anderen Kategorien passt es ja noch weniger. Höchstens noch in „unterwegs“, denn wir haben uns auf „unserer“ Insel Langeoog im Seemannshus trauen lassen. Wir hatten einen schönen Tag im allerkleinsten Kreis. Ein paar Tage vorher haben wir uns in einem Trauringkurs in der Hofgoldschmiede gegenseitig unsere Ringe geschmiedet, und das war wirklich ein toller Tag, wir haben viel gelernt und gelacht und haben jetzt wunderschöne Ringe. Ich war ein wenig bange, weil meine Kenntnisse in Metallverarbeitung über silvesterliches Bleigießen nicht hinausgehen, aber mit guter Anleitung sind wir zu einem sehr schönen Ergebnis gekommen. Und den anspruchsvollen Fummelkram – schweißen, Stein fassen, Gravur – machen die Profis.

Pläne für nächste Woche
Ich habe noch ein paar Vorbereitungen zu treffen, bevor ich am 1.10. in die Selbstständigkeit starte, außerdem den ganzen Papierkram wegen der Namensänderung.
Am Dienstag fängt die Dartsaison wieder an, wir starten mit einem Heimspiel.
Handarbeitsmäßig möchte ich die Wolle für die Cria weiterspinnen, mittags ein halbes Stündchen sollte dafür drin sein. Und am Water & Stone werde ich weiterstricken, keine Ahnung, ob ich den bis Oktober fertig bekommen kann, aber viel fehlt ja nicht mehr, versuchen werde ich‘s.
Sportlich steht Lauf- und Krafttraining an: ein- bis zweimal laufen, viermal Krafttraining. Das klingt irgendwie erstmal viel, aber das Krafttraining mache ich zuhause und das sind kurze, intensive Einheiten à 20 bis 30 Minuten, der zeitliche Aufwand ist also äußerst überschaubar. Und da Abs in der Küche gemacht werden, werde ich mir auch mal ein alltagstaugliches Abnehmkonzept ausknobeln. Wobei es da nicht viel zu knobeln gibt: 1.200 bis 1.500 kcal am Tag, Essenspausen, keine Zwischenmahlzeiten, genug Protein und Ballaststoffe, auf ausreichend Schlaf achten. Die Theorie hab ich ja drauf. Ich bin auch schlau genug, das Glas Wein am Abend und das Stück Schokolade am Nachmittag einzuplanen, denn verbieten wird nicht funktionieren. Dann bin ich halt eine Woche später schlank. So.

Weekly Journal – Woche 25

Der kleine April möchte aus dem Juni abgeholt werden!
Wir haben wunderbares Handarbeitswetter – ungemütliche 17 Grad, Wind und strömender Regen aus blauem Himmel. Früher hätte ich das toll gefunden, ich konnte Sommer und insbesondere Hitze nicht leiden. Vermutlich eine Trotzreaktion auf diesen Outdoor-Imperativ – man fühlt sich ja sofort schlecht, wenn man bei schönem Wetter lieber drinnen bleiben und lesen, stricken, Computerspiele zocken oder sonstwas machen möchte. Also, ich jedenfalls. Inzwischen mag ich sogar Hitze und freue mich darauf, dass die Temperaturen nächste Woche wieder in Richtung 26 Grad klettern sollen.

Stricken, Spinnen & Häkeln
Juneberry ist kaum weitergegangen – abgesehen von dem einen Vormittag im Wartezimmer und jeweils einer Dreiviertelstunde Bahnfahrt zu diesem Arzttermin. Das liegt daran, dass ich momentan sehr viel spinne: die blaue Merino-Nylon-Mischung habe ich gestern beim Deutschlandspiel fertiggesponnen. Also die Singles. Die ruhen jetzt ein, zwei Tage, bevor ich sie verzwirnen kann. Und in der Zwischenzeit … da es gerade so gut läuft mit dem Spinnen, habe ich bei Hilltop Cloud eingekauft, 400 g Fasern für eine Jacke (der grünblaue Kammzug auf dem Foto) und 200 g für ein großes Tuch (der pinkige dahinter). Ich schleiche schon seit längerer Zeit immer mal wieder durch diesen Shop, klicke das Fenster dann aber ganz vernünftig wieder zu, weil ich doch noch Fasern habe. Bloß: mein Faserstash entspricht leider nicht mehr meinem Geschmack und meinem Bedarf. Ich habe mich, als ich mit dem Spinnen vor gut acht Jahren angefangen habe, begeistert mit einzelnen 100g-Merino- und BFL-Kammzügen eingedeckt. Wobei „eingedeckt“ dramatischer klingt als es ist, einmal 200 g und zweimal je 100 g sind da noch, plus ein paar Wensleydale Locken. Überflüssig zu erwähnen, dass diese drei Kammzüge und die Locken so überhaupt gar nicht zusammenpassen. Wenn es nun aber etwas gibt, was ich momentan noch weniger gebrauchen kann, als vereinzelte 100 g Sockenwollstränge, dann sind es vereinzelte 100 g Merino-Kammzüge. Den einen Kammzug habe ich gelegentlich in der Hand, packe ihn dann aber wieder weg, weil mich die Idee, die ich für ihn habe, nicht genügend begeistert. Diese 400 g werden also noch ein Weilchen in ihrer Kiste liegen, bis ich eine Idee für sie habe. Die 400 g von Hilltop Cloud sind bereits relativ konkret verplant, sie sollen eine Cria von Ysolda Teague werden. Ich bin gerade dabei, ein paar Gramm anzuspinnen, um eine Maschenprobe zu stricken. Cria braucht Fingering- bis Sport Weight. Die Fasern sind eine Mischung aus jeweils 25 % Gotland Wolle, Finnischer Wolle, Suri Alpaca und Sojaseide und sehr griffig, sie lassen sich gut ziemlich dünn spinnen, und ich bin ja, was das Zwirnen angeht, Team Navajo. Also dreifädig ohne Rest. Ich hab hier noch ein Knäul Drops Alpaka, die oft für diese Jacke verwendet wird, da habe ich mir als grobe Orientierung, wo ich hin muss, einen Faden auseinandergepuhlt. Sieht machbar aus. Mal gucken, wie sehr das fertige Garn nach dem Waschen aufflufft.

Sport
Ich hab meinem Knie eine Woche Pause gegönnt und war weder beim Training noch laufen. Mir fehlt der Sport, ich muss aber sagen, dass es meinem Knie besser geht. Ich befürchte aber, dass es ihm wieder schlechter gehen wird, wenn ich wieder ins Training einsteige. Ich war beim Orthopäden, was ein ganz und gar unerfreulicher Arztbesuch war, angefangen damit, dass ich mit Termin zwei Stunden warten musste, der hat mir eine Überweisung zum MRT ausgestellt und sonst nichts weiter sagen können, alle Termine, die mir dafür bisher angeboten wurden, sind frühestens Anfang August, und so wie ich diesen Arzt einschätze, wird der auf die MRT-Bilder gucken und sagen: Plica, nützt nix, müssen wir operieren. Bitte erst nach dem 13.10. …
Zur Erbauung habe ich meine Medaillen von den Volksläufen aufgehängt. Ich habe im Netz viel herumgesucht, was es so gibt, um die Dinger einigermaßen ansprechend in Szene zu setzen, und bin auf Allied Medal Hangers gestoßen. Es gibt da verschiedenste Motive und Größen, und die Dame, die durch Wald und Flur läuft, hat mir am besten gefallen. Momentan sehen die sechs vorhandenen Medaillen an dem Ding etwas verloren aus, aber da kommen ja allein dieses Jahr wahrscheinlich noch fünf dazu.

Buch, Bild & Ton
Kühn hat zu tun von Jan Weiler war vor zwei Jahren eins meiner Hörbuch-Highlights, entsprechend erfreut war ich, als ich gesehen habe, dass Herr Weiler nachgelegt hat: Kühn hat Arbeit heißt die Fortsetzung, sie wird wieder vom Autor gelesen und ist wieder sehr fein beobachtet. „Weiler kann Menschen“, schrieb ein Rezensent mal, und genau so ist es. Und im Gegensatz zu anderen Autoren kann er auch vorlesen. Empfehlung! Es ist allerdings ratsam, mit Kühn hat zu tun anzufangen, weil es doch einige Rückbezüge in Nebensätzen gibt, die man sonst nicht versteht.

Kulinarisches + unterwegs
Ihr habt ja schon mitbekommen, dass ich bei Mensa recht aktiv bin. „Mensa ist, was du draus machst“, lautet einer der Leitsprüche, und so gibt es diverse Interessensgruppen, in denen sich die (in Deutschland etwa 13.300) Mitglieder zusammenfinden und Dinge gemeinsam unternehmen. Diese Gruppen, genannt *Special Interest Groups*, werden in der Regel mit SIG abgekürzt, und es ist gewissermaßen ein Sport geworden, möglichst drollige Gruppennamen zu kreieren. Es gibt eine FelSIG (klettern), eine GamSIG (Bergwandern) und sogar eine KlapSIG (BDSM). Die Gruppe zum gemeinsamen kochen und essen heißt EssSIG, und die traf sich am Freitag unter dem Motto „Spargel“. Ich habe ein Risotto beigesteuert, ansonsten gab es einen grünen Spargelsalat mit Heidelbeervinaigrette und Lachs, eine Spargelquiche, klassisch gedämpften Spargel mit Hollandaise und Schinken, und sogar einen Nachtisch mit grünem Spargel und Erdbeeren mit Limettensirup und Vanillesahne. Es war ein sehr netter Abend und ich bin pappsatt und viel zu spät nach Hause gekommen.

Pläne für nächste Woche
In der nächsten Woche habe ich eine ganze Menge Termine, unter anderem eine Businessplanberatung, weil ich mich gerade wieder selbstständig mache, ein paar Arzttermine in der großen Stadt wegen meines Knies und meines Rückens, und am Freitag einen Stammtisch im Nachbarort. Das bedeutet jede Menge Strickzeit in der S-Bahn, mal gucken, wie weit ich komme, also:

  • immer weiter mit Juneberry …
  • am Sonntag gemeinsam mit den Fricklern den Fading Point anschlagen
  • wann immer es passt Fußball schauen und dabei spinnen
  • so langsam mal einen Schlag reinhauen bei meinem *Under The Sea*-Mottokostüm

Weekly Journal – Woche 23

Diese Woche war ganz schön produktiv. Ich hatte jobmäßig gut zu tun und habe auch viel geschafft. Das Stricken hätte etwas zu kurz kommen können, wären da nicht die zwei mal zwei Stunden Autofahrt nach bzw. von Rostock gewesen.

Stricken, Spinnen & Häkeln
Juneberry wächst und wächst. Ich habe die Ärmelmaschen stillgelegt und kann jetzt mehr oder weniger mindless weiterstricken, bis ich irgendwann bei den Taillenzunahmen wieder aufpassen muss.

Nähen
Sally ist fertig und gefällt mir sehr gut. Ich muss allerdings ein Top drunter tragen, aber ich habe ein passendes, also mache ich das einfach. Das war mein erster Schnitt von Pattydoo, und ich hab die Variante zum Selberdrucken benutzt. Das einzige, was ich zu meckern habe, ist, dass alle Größen mit einer schwarzen, durchgehenden Linie gezeichnet sind. Es wäre um einiges komfortabler gewesen, wenn die sich auch in Farbe oder Kontur unterschieden hätten. Abgesehen davon war alles super, die Videoanleitung verständlich, der Preis mit 2,99 EUR unschlagbar. Ich werde bestimmt noch weitere Modelle von ihr nähen.
Zunächst steht allerdings ein relativ geheimes Projekt an: es gibt bei den Starlets wieder mal ein Mottotraining am letzten Trainingstag vor den Sommerferien. Das Motto ist diesmal „Under The Sea“. Ich habe schon eine Idee, konkret drüber schreiben und was zeigen kann ich aber erst nach dem 4. Juli – das wäre dann im Rückblick zu Woche 27.

Sport
Irgendwie war’s diese Woche Quälerei – am Montag beim Training war ich unkonzentriert und wäre fast geschmolzen, die beiden Läufe am Dienstag und Donnerstag waren auch nicht so. Aber egal, weitermachen, irgendwann bin ich wieder da, wo ich letztes Jahr war. Ich hab mich zu zwei weiteren Volksläufen angemeldet. Außerdem muss eine Medaillenaufhängung her. Ich würde meine Trophäen gern irgendwo schick inszenieren.

Buch, Bild & Ton
Ich habe Podcasts aufgeholt, und zwar hauptsächlich Bayern 2 radioWissen. Neun Folgen erscheinen pro Woche, immer so zwanzig Minuten zu einem Thema. Ich habe diese Woche Episoden über Heuschrecken, Gottesanbeterinnen (die Tiere), den „heiligen Raum“ („Resonanz zwischen Ort und Mensch“), Hitler in Landsberg, Sucht und Sehnsucht und „Sitzen, Stehen, Liegen – ABC der Körperhaltungen“ gehört. Ich mag diesen Podcast sehr gern. Die Präsentation mit verschiedenen Sprechern und Interviewpartnern ist sehr ansprechend. Und selbst wenn mich das Thema nicht interessiert: einem kurzweilig aufbereiteten Beitrag von zwanzig Minuten kann ich zu jedem Thema folgen – und oft genug finde ich es dann wider erwarten doch spannend.

unterwegs
Schon wieder Rostock! Es gab am Freitag einen Geburtstag zu feiern und am Samstag ein Treffen mit Freunden. Zwischendurch war Zeit für Spaziergänge in der Stadt und an der Warnow. Irgendwie sind wir auf dem Universitätsplatz in ein Weinfest und den Rostocker Bürgerbrunch samt Selbermachzirkus geraten. Am Sonntag – heute – ging es wieder zurück.

Dies & Das
Für den #PailettenPerlenPlunderFAL der Frickler habe ich lediglich ein paar wenige fehlende Kleinteile besorgt. Ich möchte sehen, was ich aus meinem Stash zaubern kann, ich wollte dafür nicht groß einkaufen. Es sieht so aus, als würde ich in der Disziplin „Perlen“ antreten – nächste Woche mehr.

Pläne für nächste Woche

  • immer weiter mit dem Juneberry-Cardigan
  • was Vorzeigbares für den PailettenPerlenPlunderFAL frickeln
  • 3x laufen
  • fasten, und zwar nicht die Seatbelts – ich erzähle euch, wie es war