Fish, anyone?

10458496_296544093847327_8509205106820606341_nIch hätte heute früh fast meinen 85% fertigen Karpen in die Tonne gehauen. Ich hab das Ding – die älteren erinnern sich – im April 2010 angefangen und arbeite daran relativ widerwillig (die Wolle ist doof zu stricken) mit großen Pausen und muss mich immer erst wieder reindenken. Sowas geht oft schief. Jetzt hatte ich es im Rahmen der „2014 – 14 Punkte“-Aktion hervorgeholt und mir gesagt: ok, mach ich’s fertig. Es fehlen eh nur noch Ärmel und das Bündchen am Halsausschnitt. Kurze Ärmel, wohlgemerkt. Den ersten Ärmel habe ich heute früh fertiggestellt, und als ich den zweiten anstricken wollte, habe ich festgestellt, dass dort, wo drei Quadrate sein sollten, nur zweieinhalb waren. Ich war wirklich kurz davor, die gesamte Tasche auf dem Weg von der Bahn zur Arbeit in einem Mülleimer zu versenken. Ich hab dann in der Mittagspause Quadrate gezählt und mit Nummern beklebt und versucht, nachzuvollziehen, was ich da getan habe. Und es ist mir tatsächlich gelungen. Ich kann’s reparieren und ich muss auch gar nicht viel auftrennen. Puh …

Dreiecksgeschichte: Nachtrag

CRW_4312Hier dann nochmal der offizielle FO-Eintrag:
Muster: Trekantsområdet von Bente Geil, erhältlich als Kit auf dänisch, deutsch oder englisch
Garn: Geilsk Bomuld og Uld in blau C33
Modifikationen: ca. 10 cm mehr Länge, dazu habe ich unten am Beginn des Dreiecks 12 zusätzliche Maschen aufgenommen für 6 weitere Abnahmerunden, das kam bei meiner Maschenprobe in etwa hin mit 10 cm. Außerdem hab ich die Zunahmen für die oberen Dreiecke auf der linken Seite gemacht, weil rechs verschränkt stricken aus dem Zwischenfaden bei mir sauberer aussieht als links verschränkt.

Ab in den Teich

lissajousNachdem ich bei den Rapsglanzkäferkollektoren bei der Hälfte der Fersenwand des ersten Strumpfes angekommen war – eine mühsame Stelle übrigens, die den zwischenzeitlich recht flotten Fortschritt dramatisch gebremst hat: links verschränkt stricken ist ja schon Fummelkram, links verschränkt verzopfen setzt da nochmal einen drauf! – habe ich mich aus einem latenten Misstrauen heraus mal getraut, fertiges Gestrick und Restknäul auf die Waage zu legen. Ich hatte nämlich den Eindruck, dass das Knäul unangemessen schnell schrumpft. Und siehe da: Gewicht des fertigen Gestricks (inklusive zweier vernachlässigbarer 15 cm langer Knitpro Holznadeln in Stärke 2,5): 82 g. Gewicht des Restknäuls: 84 g. Überflüssig zu erwähnen, dass ich damals 2012 nur einen Strang in diesem Krawallgelb erbeutet habe. Das reicht ja dann mal vorn und hinten nicht. Also habe ich, ohne lange zu fackeln, die Nadeln herausgezogen und die Arbeit von vielen Stunden in fünf Minuten aufgeröppelt. So ein Mist. Ich hätte ja aber auch mal in den Materialbedarf der Anleitung gucken können, dort steht „150 bis 250g“. Da hätte ich drauf kommen können, dass 160g nicht reichen. Dass mir sowas nach all den Jahren immernoch passiert …

Lissajous gibt es in zwei Varianten, Kniestrumpf und Socken. Und für die Socken würde die Wolle locker reichen. Also vielleicht stricke ich die Socken. Später. Jetzt mag ich erstmal was Anderes machen …