Januar

HexipuffsFür den Januar hatte ich mir vorgenommen, den Jeweled Cowl fertigzumachen. Eigentlich hatte ich mir zunächst vorgenommen, ihn „signifikant voranzubringen“ und die bestehende Reihenanzahl zu verdoppeln. Ich bin diesen Monat umgezogen und war nicht sicher, wie viel Zeit ich überhaupt zum stricken haben würde, außerdem wusste ich zwar noch, wann ich das Teil begonnen hatte, nicht aber, wie viele Stunden oder Tage ich schon hineingesteckt hatte. Die doppelte Reihenanzahl hatte ich bereits nach wenigen Tagen geschafft. Und nachdem ich hochgerechnet hatte, wie viele Stunden noch in etwa dran zu stricken sein würden und welchen Aufwand das auf den Tag heruntergebrochen bedeuten würde (etwa eine Dreiviertelstunde), dachte ich mir: nicht lang fackeln – fertigmachen! Und jetzt trocknet er gespannt auf der Moosgummimatte und ist da so unfotogen wie alle Strickstücke, die auf Moosgummimatten trocknen, deswegen habe ich heute leider noch kein Foto für euch.

Stattdessen zeige ich euch die Hexipuffs. Ich habe mich entschlossen, mit dem beekeepers quilt weiterzumachen. Als Resteprojekt hat er keine hohe Priorität, daher hatte ich beschlossen, an jedem Tag mit einer 6 im Datum Hexipuffs zu stricken. Für Januar war das Ziel einer pro Tag, also drei, geworden sind es fünf. Zukünftig sollen es zwei pro 6./16./26. werden.

Für den Februar habe ich mir das nächste UFO vorgenommen, 2013 begonnene Socken. Der erste Schaft ist etwa zur Hälfte fertig, ich weiß nicht mehr, welches andere tolle Projekt diesen Socken in die Quere gekommen ist. Dass ich sie nicht weitergestrickt habe lag daran, dass sie ein Geschenk hätten werden sollen und die vorgesehene Empfängerin sich als no longer knitworthy erwiesen hatte. Das passiert selten, aber es passiert. Ich finde die Farben allerdings auch toll, und auf ein Paar Socken mehr oder weniger kommt es dann auch nicht an. Außerdem stehen diesen Monat ein Schlüsselbrett mit Kreuzstichmuster und eine Küchengardine an. Letzteres keine große Kunst, sondern eine langweilige Schwarzbrot-Näharbeit, die Überwindung kostet. Ich werde eine vorhandene Gardine kürzen und mit Schlaufen versehen. Ersteres Neuland, zu dem lediglich eine vage Idee, ein Döschen voll Sticktwist und die Kreuzsticherfahrungen aus dem Handarbeitsunterricht in der fünften Klasse existieren. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt.

Gute Vorsätze: Projektplanung 2016

image2015 war handarbeitsmäßig nicht sonderlich produktiv. Ich hätte – getreu dem Motto, das gerahmt an meinem Arbeitsplatz hängt – gern viel mehr gemacht. Das soll sich in 2016 ändern. Und damit ich mich nicht verzettele, schreibe ich mal auf, was ich so vorhabe.

Stricken:
Meine Hauptziel fürs kommende Jahr: am Ende weniger angefangene Projekte als am Anfang.
Ich habe derzeit acht Strickprojekte auf den Nadeln, die ich zu irgend einem Abschluss bringen möchte (erkennen, dass das derzeitige Projekt doof ist, ribbeln und was anderes aus der Wolle machen wäre auch ein Abschluss – es geht zuallererst darum, zu ergründen, warum das Ding so lange liegt):

  • Arnhild (Pullover für mich, begonnen 2015)
  • Katniss (Socken, begonnen 2014)
  • Chicane 1 (Jacke für den Liebsten, begonnen 2014)
  • Veilchen und Äpfel (Socken für eine Frau, die ich irrtümlich für eine Freundin gehalten hatte, begonnen 2013)
  • Jeweled Cowl (Tuch, begonnen 2012)
  • Livstykketrøje (Jacke für mich, begonnen 2012)
  • Hitofude Cardigan (Jacke für mich, begonnen 2014)
  • the beekeeper’s quilt (Restedecke, Langzeitprojekt, begonnen 2013)*
    -> *den werde ich nicht fertig kriegen, aber da möchte ich mich entscheiden, ob ich ihn weitermachen möchte und wenn ja, wie viele Hexipuffs ich pro Woche/Monat stricken mag bzw. falls nein, wem ich mit den fertigen Teilen eine Freude machen kann.

Dann gibt es da noch mehr oder weniger konkrete Ideen für neue Projekte:

  • Wikingersocken für einen Freund
  • Trillian aus Faseradventskalenderwolle
  • Tuch („Knit your Love“) aus Seidenhase-Angora
  • Wollmeisenkleid
  • Trekantsområdet aus handgesponnener Merino (noch nicht fertig, siehe unten)
  • Water & Stone Cardigan aus der Rosy Green Merino

… besonders die letzten drei haben das Potential, zu einer neuen Langzeitbaustelle zu mutieren, daher nehme ich mir vor, mit einem von ihnen erst anzufangen, wenn ich zwei aus der oberen Liste, die Wikingersocken (werden sehnlichst erwartet) und die Fasermix-Trillian fertig sind.

Spinnen

  • Die bunte Merino fertig spinnen: Ich hab grad Bergfest und nach dem Faseradventskalender mit der zweiten Hälfte begonnen
  • Mein Schaf zur Jacke-Projekt: Da möchte ich im Jahr 2016 die Wolle fertig haben, so dass ich Anfang 2017 anstricken kann.
  • Räder ausprobieren und eventuell ein neues anschaffen: Ich habe ein Louët S10, das ist für so dünnes Garn, wie ich üblicherweise gern verstricken möchte (und dafür spinne ich schließlich), bedingt geeignet. Es geht, man kann es mal machen, es ist aber anstrengend. Daher möchte ich schauen, ob das mit einem anderen Rad nicht vielleicht mehr Spaß macht.

Nähen

  • Mindestens zwei Kleider (das angefangene Bambikleid und „Toni“ vom Milchmonster)
  • Ein Oberteil aus dem Jersey vom Holländischen Stoffmarkt

… und vor allem: Spaß haben an dem, was ich mache, und dazulernen. Und mich nicht stressen lassen, wenn irgendwas meine Pläne durchkreuzt. Schauen wir mal, was das Jahr bringt.

Wollmarkt

wollmarktbeute
Am Wochenende war ich, wie ich im letzten Eintrag schon erwähnte, in München. Anlass und Ziel war ein Besuch des Wollmarkts in Vaterstetten, verbunden mit einem Treffen mit Ravelry-Buddies aus dem süddeutschen Raum. Und was dann an Aktivitäten drumherum noch geht, wollte ich vor Ort sehen. Kurz hatte ich überlegt, auch noch bei der Wollmeise vorbeizuschauen, deren Laden an diesem Wochenende geöffnet war, aber das schien mir bereits beim ersten groben Überschlagen der S-Bahn-Fahrtzeiten ein bisschen viel zu werden. Also fiel die Entscheidung: nur Wollmarkt. Und das war eine gute Idee. Ich konnte in Ruhe über den Markt stöbern und mich mit Ausstellern unterhalten. Ich habe nur die geplante Wolle gekauft und den einen oder anderen handgefärbten Strang, der versucht hat, sich an meiner Tasche festzuklammern, tapfer wieder weggelegt.

Geplant war eine Menge Cheeky Merino Joy von Rosy Green Wool, die für eine Jacke reicht, und Material für ein Tuch. Ich wollte explizit Rosy Green Wool, nachdem ich ein Interview mit Rosy im Podcast der nahlinse gehört hatte, in dem ich erfahren habe, dass die eigentlich genau die Wolle herstellen, die ich verstricken will. Superweich, schöne Farben, GOTS-zertifiziert, was das derzeit strengste Öko-Siegel zu sein scheint, das nur vergeben wird, wenn jeder einzelne Produktionsschritt stimmt – von der Tierhaltung über die Arbeitsbedingungen bis hin zur Verträglichkeit der Farbe.

Gekauft habe ich also fünf Stränge in der Farbe „Brombeersorbet“ für einen Water & Stone Cardigan von Veera Välimäki und zwei Stränge „Pure“ 100% Angora von Seidenhase. Das ist wirklich purer Luxus. Und auch Seidenhase achtet darauf, dass es den Tieren gut geht. Daraus werde ich ein Tuch von Martina Behm stricken, Knit your Love. Das Problem ist nun, dass ich am liebsten beide sofort anstricken würde, und das geht natürlich nicht. Abgesehen davon sollte ich erstmal die angefangenen Projekte abschließen. Irgendwann, bald, demnächst bin ich soweit. Dass ich erst Wolle kaufen gehe, wenn das letzte Projekt abgeschlossen ist, und dann darf ich auch sofort anfangen.