Weekly Journal – Woche 1

Frohes Neues Jahr zusammen! Nachdem es mir die letzten Tage des alten Jahres ziemlich dreckig ging, ist es diese Woche deutlich besser. Das Bullet Journal anzufangen war eine gute Idee, ich schreibe zu erledigende Dinge auf und hake sie ab und sehe so, was ich alles schaffe, wenn ich mal wieder das Gefühl habe, nichts zu schaffen. Okay, das ist nicht wirklich überraschend.

Stricken & Häkeln
Ich habe den zweiten Breamore-Socken angefangen, damit ich eine Chance habe, mich bei der Ferse daran zu erinnern, wie die Anleitung zu verstehen ist, und auch, weil ich noch zwei weitere Sockengarne in der Kiste habe, die ich unbedingt endlich verarbeiten will. Das eine ist die selbstgesponnene Merino-Nylon-Mischung aus dem letzten Jahr, das eine ein Industriegarn, Hjertegarn in Blautönen, 2010 im Dänemarkurlaub in Ringkøbing gekauft.
Die Cria wächst, ich bin jetzt bei den Taillenzunahmen. Ich habe mich entschlossen, sie um etwa zwei Zentimeter zu verlängern, und mache mir prophylaktisch schon mal ein bisschen Sorgen, ob ich dann mit drei Strängen Wollmeise DK hinkommen werde. Die Ärmel werde ich ja wahrscheinlich auch etwas länger machen müssen. Naja. Das Feldmäuschen ist zum Glück nicht die Farbe der Saison, auf die sich alle beim Shopupdate stürzen, ich hege sogar Hoffnung, dass ich bei einer Nachbestellung die gleiche Partie bekommen könnte (das würde ich allerdings sicherheitshalber anfragen).

Spinnen
Ich habe weiter am Mauerblümchen gesponnen, der Alpaka-Seiden-Mischung aus der Stockumer Wollwerkstatt. Das ging recht flott voran, ich hab mir in der Stadtbücherei die erste Staffel Game of Thrones auf DVD geliehen und spinne vor dem Fernseher. Ich spinne schnell und gefühlt ein bisschen schlampig, das Garn wird in der Stärke variieren, aber am Ende wird es vermutlich gerade dadurch interessant. Die Spule ist fast voll, ich denke mal, am Ende der Staffel habe ich den Single fertig. Die Serie finde ich leidlich spannend, aber bestürzt hat mich die Erkenntnis, dass ich seit bestimmt zwei Jahren nicht mehr auf einem Mittelaltermarkt war. Daran sollten wir dieses Jahr etwas ändern.

Sport
Ich schaffe es momentan wieder jeden Morgen auf die Yogamatte für ein paar Sonnengrüße, und ich merke nach knapp einer Woche bereits, wie gut mir das tut. Am Donnerstag habe ich das erste Workout, das zu meinem Brigitte-Diätprogramm gehört, absolviert, eine halbe Stunde, in der sehr viele tiefe Kniebeugen vorkamen. Am Freitag und Samstag habe ich mich daraufhin bewegt, als wäre ich doppelt so alt, wie ich eigentlich bin, ich hatte unglaublichen Muskelkater. Heute ging es schon wieder, morgen ist Training. Ich hab ein bisschen Angst.

Buch, Bild & Ton
Ich höre gerade Die Berufene (Originaltitel: The Girl With All The Gifts) von M. R. Carey, gelesen von Dana Geissler. Die Geschichte ist gut erzählt, noch mal eine andere Herangehensweise an das Zombie-Genre. Die Sprecherin ist allerdings äußerst anstrengend, und in der ersten Viertelstunde habe ich überlegt, das Hörbuch zurückzugeben. Wenn man etwas aus der Sicht eines zehnjährigen Mädchens vorliest, muss man das nicht so betonen, als würde man einem zehnjährigen Mädchen vorlesen. Dieser Kontrast zwischen dem, was gesagt wird und wie es gesagt wird, unterstreicht natürlich die Grausamkeit nochmal, aber ich fand es zu dick aufgetragen. Und bei den anderen Charakteren ist es kein Stück besser. Frau Geissler wird mir so bald nichts mehr vorlesen. Ich kann den Roman empfehlen, er ist wirklich ungewöhnlich und spannend, aber wenn ihr nicht selber lesen wollt, hört euch sicherheitshalber die Hörprobe an. Und kauft eventuell das Buch und lasst es euch von einem Freund vorlesen.

Dies & Das
Momentan arbeite ich im Homeoffice, und das tut mir sehr gut. Ich habe das Gefühl, ich bin produktiver, fokussierter, habe mehr Zeit für Projekte und vor allem auch mehr Energie. Davon möchte ich dieses Jahr mehr. Ich weiß noch nicht genau, wie ich es anstelle, aber ich habe ein paar Ideen. Schauen wir mal. Andere schaffen das ja auch.

Pläne für nächste Woche
Am Wochenende steht das erste Filmfestivalwochenende für dieses Jahr an, die Fantasy Filmfest White Nights. Ich habe eine Dauerkarte und habe mir jeden Tag drei der jeweils fünf Filme rot im Programm markiert. Ich freue mich besonders auf den Opener Jonathan, Rachel Weisz und Emma Stone in The Favourite, Burning, eine viel gelobte koreanische Verfilmung einer Erzählung von Haruki Murakami, und Nicole Kidman in Destroyer.

Weekly Journal – Woche 50

Heidewitzka Marie, das war nochmal eine Woche! Der Montag machte in weiten Teilen den Eindruck, als folge er einem Monty Python-Drehbuch, und die anderen Tage haben sich auch nicht lumpen lassen. Ab Donnerstag machte sich zudem nachdrücklich eine Erkältung bemerkbar, am Freitag ging es mir richtig dreckig, mit schmerzenden Augen dank entzündeter Stirnhöhlen acht Stunden am Rechner zu sitzen macht überhaupt keinen Spaß. Das Wochenende habe ich dann hauptsächlich damit verbracht, mich weitestmöglich auszukurieren. Also kein Sport, dafür aber viel Strickzeit.

Stricken, Spinnen & Häkeln
Ich habe eine neue Cria aus Wollmeise DK angefangen. Zunächst habe ich eine großzügige Maschenprobe gestrickt und sie, wie Ysolda es im Buch empfielt, leicht beschwert hängend getrocknet. Die Maschenprobe passte, ich habe also in Größe 38 angeschlagen und bin jetzt in der Reihe mit dem ersten Knopfloch. Die Farbe heißt „Feldmäuschen“ und ist ein Grau, das leicht ins rosa geht. Ich mag die lebendigen Wollmeise Farben sehr. Und apropos Farben, der erste Breamore-Socken ist fertig. Ich bin noch immer unschlüssig, ob mir dieses krawallbunte Garn nun gefällt oder ob ich es furchtbar finde. Es ist eine Färbung von Tréliz namens Energy Saving Mode, und ich kann mir kaum einen Namen vorstellen, der weniger passt. Gekauft habe ich sie nur wegen des Projektbeutels mit den Faultieren, den es dazu gab.

Gesponnen habe ich auch, immernoch das Mauerblümchen, die Alpaka-Seidenmischung aus der Stockumer Wollwerkstatt. Ich muss mich konzentrieren, den Faden nicht immer dünner und dünner werden zu lassen, das ist gar nicht so leicht.

Buch, Bild & Ton
Ich habe meinen Netflix-Account reaktiviert, weil ich das nun mal so mache, wenn ich krank bin, aber ich habe irgendwie nichts gefunden, worauf ich Lust gehabt hätte. Ich habe Battle geschaut, einen norwegischen Tanzfilm, die Handlung war vorhersehbar, keine der Figuren wirklich sympathisch, aber die Musik war teils gut und die Tanzszenen schön anzusehen, immerhin. Und das Lied Youth von Daughter, das ich sehr mag, hat einen sehr prominenten Platz.
Habt ihr Netflix-Empfehlungen für mich? Ich bin für alles offen, es sei denn, es enthält Lachkonserven. Dann kann ich es nicht gucken (weswegen mir die von vielen geliebte Big Bang Theory ewig verschlossen bleiben wird. Ich habe es versucht. Keine Chance).

Pläne für nächste Woche
Ich fahre morgen für drei Tage nach Freiburg, einfach nur so. Insofern ist die Erkältung mal wieder blödes Timing, aber das konnte ich vor zwei Monaten, als ich die Supersparpreis-Bahntickets gekauft habe, ja nicht ahnen. Ich habe Jens gerade zum Flughafen gebracht (auf dem Rückweg habe ich am Schmuggelstieg angehalten, wo an diesem Wochenende ein historischer Weihnachtsmarkt ist, mit heißem Met und Mittelaltermusik von Bene Vobis), er ist dort die ganze nächste Woche zu einer Schulung und ich leiste ihm an zwei Abenden Gesellschaft und schaue mir die Stadt an. Ich freue mich sehr darauf. Donnerstag und Freitag sind dann meine letzten beiden Arbeitstage beim Kunden für dieses Jahr. Und am Wochenende habe ich noch nichts vor. Sport werde ich noch nicht machen, aber vielleicht ein bisschen Yoga. Und der HaMLet ist dran, das Mensa-Ortsblatt, das ich herausgebe. Allerdings habe ich so wenige Beiträge bekommen, dass das an zwei Abenden erledigt sein dürfte.

Weekly Journal – Woche 21

Es ist Sonntag Abend, wir sind eben aus Rostock zurückgekommen und ich bin ein wenig erschlagen. Aber ich hab die Woche über ein wenig vorbereitet, also kommt hier mein Wochenrückblick.

Stricken, Spinnen & Häkeln
Der Dotted Rays ist fertig. Nach kurzer Optionsparalyse – Juneberry-Cardigan oder Fading Point-Tuch? – habe ich die Jacke angefangen. Ich hab mir vor vier Jahren in Dänemark ein Merino-Seiden-Garn zusammen mit einer Anleitung für einen Pulli gekauft, den ich inzwischen aber gar nicht mehr so schön finde. Also, an anderen und auf der Schneiderpuppe gefällt er mir schon noch, aber mich würde der Wasserfallkragen wahnsinnig machen. Ich würde da ständig dran herumzupfen. Die Martha liegt auch die meiste Zeit im Schrank, weil sie so einen aufmüpfigen Kragen hat. Schade, aber hinterher ist man immer schlauer. Also Juneberry im Juni. Passt doch. Und ab Juli dann der Fading Point im KAL mit den Fricklern.

Nähen
Die beiden blauen T-Shirts sind mit einem neuen Halsausschnitt versehen und Sally ist zwar nicht fertig, aber recht weit gediehen. Es fehlen nur noch die Säume und Bindebänder.

Sport
Ich habe heute am Rostocker Citylauf teilgenommen. Angemeldet hatte ich mich bereits im Oktober letzten Jahres für die 7 km, habe dann aber nach einigen gesundheitlichen Rückschlägen auf die 3,5 km umgebucht. Es ist mental nicht ohne, die „Kinderdistanz“ in fast einer Minute mehr pro Kilometer zu laufen, als ich letztes Jahr gebraucht hätte, aber so ist es nunmal und es hat trotzdem Spaß gemacht. Sehr gut organisierte Veranstaltung! Ich merke sie mir vor fürs nächste Jahr. Rostock ist ohnehin immer einen Ausflug wert.

Buch, Bild & Ton
Wir waren im Kino, es gab Deadpool 2. Ich mochte den ersten sehr, tiefschwarzer Humor, Selbstironie und ein gerüttet Maß Blut und Gewalt, und im zweiten geht‘s direkt genau so weiter, da fliegen schon Körperteile in slow motion über die Leinwand, bevor der Film so richtig angenfangen hat (und er ist tatsächlich FSK 16, das hat mich doch schwer erstaunt). Aber wie ihr wisst, habe ich meinen Spaß an sowas, und letztenendes war es wirklich – wie der Film eingangs behauptet – ein Familienfilm. Und wie so oft bei Marvel-Verfilmungen sollte man sich den Abspann nicht entgehen lassen.

Kulinarisches
Poké Bowls sind wohl schon länger Trend, aber manche Dinge kommen verspätet bei mir an. Die Leibspeise hawaiianischer Hipstersurfer ist erst diese Woche zum ersten Mal durch meinen Instagramfeed gespült worden, gleich mit einer Restaurantempfehlung, und so habe ich Anfang der Woche mal eine Poké Bowl in Winterhude gegessen. Ich bekam eine Schüssel mit kaltem Vollkornreis, mariniertem Lachs, Süßkartoffelmousse, Rotkohlrohkost, Melone und Wasabi-Birnen-Mayo, und es war wirklich köstlich, hat aber auch mehr als zehn Euro gekostet. Daher hab ich geschaut, ob man das nicht vielleicht auch selbst machen kann? Der Fischhändler auf dem Wochenmarkt hat Lachs in Sushiqualität, das Internet eine Menge Rezeptvorschläge, und so gab es am Donnerstag eine Art Freestyle-„Best Of“ der Rezeptvorschläge und einiger eigener Ideen. Fazit: sehr aufwändig! Man hat sehr viele Einzelkomponenten und braucht von jeder pro Portion nur ein bis zwei Esslöffel. Also entweder macht man das für echt viele Leute, oder man muss clever planen. Und Zeit haben.

unterwegs
Am Montag waren wir noch einmal beim ParkPerPlex. Am Sonntag waren wir mehr oder weniger planlos durch den Park flaniert, am Montag hatten wir Programm: ich wollte den Chaosclown Murmuyo aus Chile sehen, die Akrobaten Quatuor Stomp aus Kanada, die Partner-Akrobaten Zinzi und Evertjan aus Belgien und den Niederlanden und das Musikmärchen von Silent Rocco und Miss Walker aus Berlin. Außerdem hatte ich meinen Stage Ball eingepackt in der Hoffnung, beim Mitmachzirkus weitere Jonglage-Tipps zu bekommen.

Murmuyo war unglaublich lustig. Ich hab’s eigentlich gar nicht so mit Clowns und wenn ich lese, dass das Publikum einbezogen wird, halte ich sehr viel Abstand. Nun hatte ich mir allerdings auf YouTube angesehen, wie Murmuyo zwanzig Minuten lang Chaos auf einer Straßenkreuzung in Italien verbreitet, und das fand ich sehr unterhaltsam, also haben wir’s riskiert. Er hat ein gutes Händchen mit seinen Grenzüberschreitungen und gibt die Zuschauer, die er in sein Programm einbezieht, nie komplett der Lächerlichkeit preis. Und außerdem gab’s am Ende der Show die Möglichkeit, es ihm heimzuzahlen: es wurden zwei Eimer Wasserbomben an die Kinder verteilt.

Zu Silent Rocco und Miss Walker haben wir es nicht mehr geschafft. Die anderen beiden Acts waren sehr gut, technisch offensichtlich sehr anspruchsvoll, haben mich aber nicht so gefesselt. Jonglage-Tipps habe ich auch nicht bekommen, stattdessen habe ich mich an einem Hoola Hoop Reifen versucht. Das letzte Mal ist bestimmt locker dreißig Jahre her, aber dafür ging es ziemlich gut.

Pläne für nächste Woche

  • Endspurt des Sally-Kleids
  • vorzeigbarer Fortschritt am Juneberry-Cardigan