Weekly Journal – Woche 32

Der Businessplan hat finale Form, ich werde diese Doktorarbeit am 21.8. verteidigen. Schweiß und Nerven hat er mich nochmal gekostet, ich bin diese Woche durch einige Höhen und Tiefen gegangen: das Hochgefühl der Zielgeraden, die Überarbeitung gespickt mit Zweifeln, Blackouts und Formulierungsnot, Ringen mit der zehntabelligen Excel-Hydra, schließlich die Euphorie bei der erneuten Abgabe, dann weitere Anmerkungen, hier und da muss noch was anders, der Wunsch, alles einfach hinschmeißen zu können, ein Telefonat, weitere Nachbesserungen und die Angst vor dem Termin in zwei Wochen. Der Gründungszuschuss ist inzwischen eine Ermessensleistung. Das war, als ich ihn vor acht Jahren mal beantragt habe, noch anders. Damals habe ich auch einen Businessplan schreiben müssen, der war aber bei weitem nicht so detailliert. Wobei es natürlich auch gut ist, Dinge ausformulieren zu müssen, man denkt da dann ganz anders drüber nach und kommt auch auf viel mehr Ideen. Ich mach dennoch drei Kreuze, wenn das Ding in trockenen Tüchern ist. Meistens kommt es doch ohnehin anders, als man geplant hat. Und ich würde mich gern auf meine eigentliche Arbeit konzentrieren, nämlich Akquise, ein Portfolio, erste Aufträge. Außerdem frisst das Ding Handarbeitszeit, um mal den Bogen zurück zu schlagen! So:

Stricken, Spinnen & Häkeln
Die erste Hälfte des Fading Points ist fertig. Die zweite ist in Arbeit, da habe ich gerade die zweite Farbe angesetzt. Einen kurzen Schreckmoment gab es, als mir das Knäul beim Stricken am See in selbigen kullerte. Zu Glück gab es kaum Wellengang, die Enten waren alle satt und die pubertierenden Blässhuhnküken nicht in der Nähe, so dass ich es problemlos wieder herausangeln konnte. Und bei der Wärme war es auch schnell wieder trocken.

Gesponnen habe ich auch, wenn auch nicht viel. Am Samstag war es etwas kühler und es gab Fußball im Fernsehen: die dritte Liga spielt ja schon wieder und ein Rostock-Spiel wurde übertragen. Da hab ich dann ein Stündchen gesponnen. Ich bin jetzt bei den zweiten 100g der Scandi-Blend-Fasern und ich bin ein bisschen unzufrieden: der erste Kammzug hat gefärbt wie Sau, ich hatte nach kürzester Zeit blaue Finger, das ist beim zweiten jetzt nicht so schlimm, aber wie der erste hat er einige arg verfilzte Stellen. Das ist echt mühsam.

Sport
Durch meinen rechten Innenmeniskus verläuft, wie das MRT zeigt, ein sehr großer Riss. Den muss ich mir irgendwie innerhalb des letzten Jahres zugezogen haben, an ein konkretes Ereignis kann ich mich nicht erinnern, aber Gelegenheiten gab‘s genug. Das ist natürlich großer Mist. Der Riss ist in einem Bereich, in dem man nicht mehr versuchen würde, zu nähen, sollte das Knie operiert werden müssen (was noch nicht klar ist und was die vierte OP an diesem Knie wäre, ich bin also nicht wirklich scharf drauf). Dann würde man den abgerissenen Teil nur entfernen. Ich hätte dann weniger Meniskus und dadurch ein erhöhtes Arthroserisiko. Alles, was seitlich oder drehend belastet, macht den Menisken zu schaffen. Fußball spielen, generell alles, wo man gegen etwas tritt, also zum Beispiel auch Kampfsport, seitlich abrupt ausweicht, schnelle Drehungen … insofern sind auch die zackigen Bewegungen beim Cheerdance leider ein Problem. Ich habe mit Kniepatienten im Bekanntenkreis gesprochen und ein paar Tage überlegt und mich schweren Herzens entschlossen, die Poms an den Nagel zu hänge. Ohne einmal gestanden zu haben. Schade, aber nützt ja nichts.

Ein gerissener Meniskus muss nicht zwingend behandelt werden, solange er keine Beschwerden macht. Macht meiner aber, es tut weh, jedes Mal, wenn ich Gewicht auf das Knie gebe, also zum Beispiel Treppen steige. Es besteht die Möglichkeit, dass diese Schmerzen durch Einlagen gelindert werden, und das probiere ich jetzt erstmal aus. Ich könnte jetzt ein Riesen-Fass aufmachen zum Thema Gesundheitssystem, Kommunikation und ganzheitliche ärztliche Behandlung, mache ich aber nicht. Ändert ja nichts. Am Dienstag sind die Einlagen fertig. Schauen wir mal. Ich hab seit dem Besuch bei diesem Orthopädietechniker die vage Hoffnung, dass ich zumindest den Laufsport nicht aufgeben muss. Das wär doch was.

Buch, Bild & Ton
Ich habe einen meiner liebsten Podcasts wiedergefunden, und zwar das Tiergespräch mit Dr. Mario Ludwig auf Deutschlandfunk Nova. Deutschlandfunk Nova war früher DRadio Wissen, den Wechsel habe ich damals irgendwie nicht mitbekommen und daher dachte ich, der Podcast wäre eingestellt. Nun ist meine Freude natürlich riesengroß, habe ich doch etliche Folgen nachzuhören. Der Podcast bietet „Interessantes, kurioses und überraschendes aus der Tierwelt“, jede Woche eine Folge, immer so fünf Minuten. In der aktuellen Episode geht es um Spinnenseide und ihre Verwendung in der Neurochirurgie. Frühere Themen waren Schafe, die nicht so dumm sind, wie man ihnen unterstellt, Albatrosse fressende Killermäuse, die Weltmeerherrschaft übernehmende Quallen und Tiere, die sich aus unterschiedlichen Gründen und mit erstaunlichem schauspielerischen Talent totstellen. Überhaupt sieht das Podcastangebot des Senders interessant aus, ich werde mich da mal durchtesten. Wiedergefunden habe ich das Tiergespräch übrigens, weil Spotify mir den RP-Podcast „Gut Leben“ vorgeschlagen hat, der in einer Episode mit Mario Ludwig über „Bekiffte Delfine und besoffene Vögel“ unterhält – knapp zwanzig Minuten, die ich euch sehr ans Herz legen möchte.

Kulinarisches
Nachdem ich euch die Pfirsiche und die Orange vor drei Wochen verschwiegen habe, habe ich dem Rumtopf diese Woche ein Pfund Mirabellen hinzugefügt. Und ich habe jetzt ein Problem: laut Rezept gibt es noch zwei Etappen, nämlich Zwetschgen und Birnen. Ich glaube aber, dass nur noch eins von beiden hineinpasst, der Topf ist wirklich schon sehr voll. Sollte dem so sein, nehme ich die Birnen – Mirabellen sind den Zwetschgen ähnlich genug. Alternativ könnte ich natürlich schauen, ob ich noch einen größeren Topf auftreibe.

Pläne für nächste Woche
Ich hab eine ganze Menge auf dem Zettel: weitere Vorbereitung für die Gründung, Layout und Versand des HaMLet (ein Mensa-Ortsblatt für Hamburg, Lübeck und MeckPomm, das ich alle zwei Monate herausgebe), mehrere Termine, Telefonate und meine erste Skype-Videokonferenz. Am Samstag geht‘s nach Düsseldorf zum Wollfest, eigentlich hab ich dafür weder Zeit noch Budget, aber das ist seit April fix gebucht, am Sonntag wieder zurück. Die Ziele bleiben eigentlich die gleichen wie die letzten zwei Wochen (bis auf das Doradenkleid, das ich erstmal von der Liste runternehme, denn da werde ich sowieso nicht zu kommen):

  • weiter mit dem Fading Point, am besten Farbe 2 abschließen (mehr geht immer)
  • wenn dann noch Zeit ist: eine halbe Stunde am Tag spinnen

Weekly Journal – Woche 31

Was für ein Sommer! Ich halte es jenseits der 30-Grad-Marke inzwischen ja recht gut aus, vorausgesetzt, ich kann einfach nur rumliegen. Aber wann kann man das schon: hinter mir liegen drei Tage München und ein kurzfristiger Termin zur Businessplanbesprechung, dem eine anderthalbstündige Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln vorausging. Und an Sport war überhaupt nicht zu denken.

Stricken, Spinnen & Häkeln
Ach, ach, ach. Gestrickt hab ich immerhin ein bisschen. Nach München hatte ich mir ein Holznadelspiel und Sockengarn mitgenommen und Socken angeschlagen. Im Grunde simples 2×2-Rippenmuster, nur werde ich die Hackenkonstruktion aus der Anleitung Breamore von Anneh Fletcher nehmen.
Den Fading Point hatte ich ein paar Mal in der Hand, es ist jedoch kein echter Fortschritt zu sehen. So langsam sollte ich damit ein bisschen Gas geben, denn dieses Tuch wird Anfang September gebraucht.
Gesponnen habe ich auch sehr, sehr wenig. Es ist einfach zu heiß, die Fasern kleben auf der Haut und filzen in der Hand, das macht keinen Spaß. Früh morgens geht‘s noch. Was auf viele Dinge zutrifft. Dass es früh morgens noch geht. Da gilt es dann Entscheidungen zu treffen.

Buch, Bild & Ton
Diesmal habe ich eine Musik-Empfehlung für euch, und zwar das Album „Beautiful People Will Ruin Your Life“ von den Wombats. Es ist bereits im Februar erschienen. Die Wombats kommen aus Liverpool und machen Indie-Rock mit Texten, die Geschichten erzählen und sich nicht ganz so ernst nehmen. Zum ersten Mal sind sie mir bei Paul Baskerville im NDR Info Nachtclub begegnet, wo er den Song „Isabel“ von ihrem Album „Glitterbug“ spielte, der dann zu einem meiner persönlichen Hits 2017 wurde. Meine Anspieltipps sind die Songs „Turn“ (ein Kandidat für die Dauerschleife, daher unten das Video), „Lemon to a Knife Fight“ und „Lethal Combination“ („Every silver lining has a cloud …“) Der NDR Info Nachtclub ist eine Empfehlung für sich. Paul Baskerville trifft in seiner Sendung seit vielen Jahren meinen Geschmack. Er läuft immer samstags ab Mitternacht (also eigentlich schon sonntags) auf NDR Info. Das schaffe ich meist nicht, aber der NDR veröffentlicht nach einer Weile die Playlists auf seiner Webseite.

unterwegs
Mein Ausflug nach München war sehr schön und hat einen eigenen Eintrag.

Pläne für nächste Woche
Ich war am Freitag zur Businessplan-Nachbesprechung und muss noch ein bisschen nacharbeiten. Mittwoch vormittags möchte ich damit fertig sein, und das ist auch realistisch. Am Montag ist außerdem die Besprechung meiner MRT-Bilder, theoretisch ist zweimal die Woche Training, aber mein Knie macht mir grad echt Kummer – jede zweite Treppenstufe sticht. Vielleicht war die Rennerei durch München doch zuviel – oder ich brauche andere Schuhe. Am Dienstag ist außerdem Stammtisch und am Wochenende schon wieder Pokémon Go Community Day. Dazu habe ich mir vorgenommen, sehr vernünftig zu essen (und zu trinken!), weil ich Anfang September in einem sehr schönen Kleid, das zu meinem dann hoffentlich fertigen Fading Point passen wird, umwerfend aussehen möchte. Ansonsten sind die Pläne für nächste Woche fast die gleichen wie für die letzte:

  • weiter mit dem Fading Point, und zwar ein bisschen zackig!
  • eine halbe Stunde am Tag spinnen
  • mit dem Doradenkleid loslegen

München

Es kamen mal wieder mehrere Dinge zusammen. Ein akutes Kribbeln von Reiselust, ein Artikel über Unterkunft-Geheimtipps unter 100 EUR in der Brigitte, ein Hörbuch von Jan Weiler („Kühn hat Ärger“) und vermutlich noch einige Dinge, die mir gar nicht bewusst sind. Jedenfalls formierte sich daraus Ende Juni der Gedanke „Nach München würde ich auch gern nochmal.“ Ich habe in den Geldbeutel, in den Kalender und dann ins Internet geschaut, habe Hin- und Rückflug und die Unterkunft gebucht, überlegt und geplant.

Montag

Am Montag war es dann soweit: um viertel nach zehn am Vormittag ging mein Flieger, um halb zwölf mittags war ich da – theoretisch noch total pünktlich fürs Weißwurstfrühstück. Praktisch wollte ich aber erstmal meinen Rucksack loswerden. Zwar war ich nur mit Handgepäck und auch nur mit dem Nötigsten unterwegs, es war aber sehr, sehr heiß. Daher führte mich mein erster Weg ins Müller Inn in der Müllerstraße 43a – ein kleines Bed & Breakfast im Hinterhof in einem Viertel, das mich spontan an Eimsbüttel oder Winterhude in Hamburg erinnerte. Ein echter Geheimtipp!

Und dann? Unter anderem stand ein Ingress-Mosaik auf dem Programm. Von Ingress, dem Großvater von Pokemon Go, habe ich euch ja schon gelegentlich erzählt. Ein Mosaik ist eine Reihe von Missionen. Für jede Mission bekommt man eine individuelle Medaille für sein Profil, und ein Mosaik ist eine Reihe von Missionen (in meinem Fall 24, aber der Wahnsinn hat keine Obergrenze), deren Medaillen ein Bild ergeben. Ich hatte mir das Marienplatz-Mosaik ausgesucht, denn am Marienplatz war ich schon mal, und mich auf den Weg gemacht. Gut zwei Stunden schien machbar, und diese Mosaike sind quasi kleine Stadtführungen: wenn man die ganze Zeit nicht nur auf sein Smartphone starrt, sieht man auch ein bisschen was von der Stadt. Aber erstmal stärken: das ist am Marienplatz überhaupt nicht schwer, man dreht sich quasi einmal mit ausgestrecktem Finger und geschlossenen Augen und läuft dann in die Richtung und sucht sich einen Sitzplatz. Es gab Bratwürstel mit Sauerkraut, weil es nie zu warm für Sauerkraut ist. Punkt. Und ein Helles, weil das mittags in Bayern völlig normal ist. Aufpassen muss man bei der Mengenangabe: wenn ich hier in Norderstedt ein großes bestelle, bekomme ich 0,5 l. Das ist in Bayern ein kleines.
Und dann das Mosaik: Meine Weg führte mich vom Marienplatz zum Bayrischen Nationaltheater, vorbei an Residenz und Theatinerkirche, die Theatinerstraße runter Richtung Promenadenplatz, die Neuhauser Straße entlang ganz bis zum Stachus, von dort quer durch Straßen, in denen ich ohne Smartphone völlig verloren gewesen wäre, bis ich dann plötzlich wieder vorm Sendlinger Tor stand. Ab da kannte ich mich wieder aus. Die letzten Stationen waren dann Rindermarkt, Sankt-Jakobs-Platz und Viktualienmarkt. Insgesamt knapp sechs Kilometer. Und dann war es auch schon Zeit, mich langsam auf den Weg zum Mensastammtisch am Bavariapark zu machen. Der war gut besucht, ich habe nicht gezählt, aber gefühlt waren wir ein Dutzend Ms, die Gesprächspalette war gewohnt vielfältig, und ich bedauere es, dass ich da nicht beim nächsten Termin werde anknüpfen zu können.

Dienstag

Für Dienstag hatte ich mich vormittags mit Susanne verabredet. Es war klar, dass es angesichts der Temperaturen kein Brachialsightseeing werden würde, sie hatte uns eine Route ausgeknobelt, die größtenteils im Schatten und an der Isar entlang führte und im Biergarten des Hofbräukellers nahe des Wiener Platzes endete. Und wir waren noch rechtzeitig da für Weißwurst. Wunderbar. Strickend und quatschend vergeht so ein Vormittags recht schnell. Wir waren zwischendurch noch in der Mercerie, einem Wollgeschäft mit Café, wo ich eigentlich Knöpfe für meine Cria-Jacke kaufen wollte, aber irgendwie hab ich nix gefunden. Da muss ich dann zu gegebener Zeit im Knopfparadies schauen.

Den Abend habe ich im Englischen Garten verbracht. Habe sehr amüsiert die Leute beobachtet, die sich im Wasser ausgetobt haben und ein wenig bedauert, dass ich kein Badezeug und keine sich selbst verteidigende Handtasche, die ich am Ufer hätte zurücklassen können, dabeigehabt habe. So musste Wassertreten – immerhin untermalt von Westerngitarre, eine ebenso surreale wie zauberhafte Soundkulisse – reichen. Zum Abendessen gab es Leberkäs mit Kartoffelsalat, der mich vom Leberkästrauma meiner Kindheit kuriert hat. Ich hatte ja irgendwie geahnt, dass das Zeug nicht defaultmäßig in der Konsistenz an Leder erinnernd und mit hochgebogenen Rändern kommt. Im Hotel angekommen wollte ich eigentlich nur kurz für ein halbes Stündchen die Augen zumachen, um mich dann nochmal auf ein Bier und zum Leute gucken in die Kneipe zu begeben, aber nix. Die Rennerei in der Hitze forderte ihr Tribut.

Mittwoch

Abreisetag. Mit Gepäck und bei unverminderter Hitze wollte ich nicht so viel laufen, grobe Richtung Isar und da die Füße ins Wasser halten schien mir erstmal ein lohnendes Ziel. Ich habe also den Weg, den ich tags zuvor mit Susanne gegangen bin, genommen, der auch am Deutschen Museum entlangführte. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Ahnung, was im Deutschen Museum ausgestellt wird, aber ich wollte a) Schatten b) eine Toilette, und c) jemanden, der mal kurz mein Gepäck nimmt. Und da keine Schlange an der Kasse war und ich weiß, dass ich mich für so ziemlich alles begeistern kann, habe ich ein Ticket gekauft. Und es nicht bereut, obwohl ich längst nicht alles gesehen habe. Das Deutsche Museum hat sechs Etagen, wenn man das Planetarium, für das man ein gesondertes Ticket benötigt, nicht mitzählt, und ist zu groß für einen Besuch. Ich war im Keller und habe Platzangst in nachgebauten Bergwerksstollen erahnt und Grubenpferde bedauert, war dann im zweiten Stock bei den Musikinstrumenten, vor allem den selbstspielenden, bei Technikspielzeug (Fischertechnik, Lego und deren Urgroßväter), Keramik-, Glas- und Papierherstellung, dann im ersten Stock in der Pharmazie, wo man eine historische Apotheke besichtigen, sich zu diversen Krankheiten und Körperfunktionen informieren und in einem Modell einer menschlichen Zelle an einer interaktiven Station Proteine synthetisieren kann. Ich habe erfolgreich Insulin hergestellt. Und was meint ihr, zu wieviel Prozent der menschliche Körper aus Sauerstoff besteht?*
Nach gut zwei Stunden wurde es sehr voll und meine Aufnahmefähigkeit war erschöpft. Das Deutsche Museum muss ich unbedingt nochmal besuchen. Im Museumsshop habe ich dem Liebsten noch ein Metallpuzzle gekauft, mit dem er unsere Freunde zu Silvester demütigen kann, wie er es halt immer so tut (wir werden trotzdem seit Jahren eingeladen) und stand einen kleinen Moment länger als nötig vor einem smartphonegesteuerten BB8 … aber nein. Ich habe dann mein Vorhaben, wenigstens einmal kurz die Füße in die Isar zu halten, umgesetzt, bin mit meinem Rucksack aber nicht mehr allzu viel herumgelaufen.

Bevor ich mich auf den Weg zum Flughafen machen musste, blieb mir noch Zeit, in einem der zahlreichen Hinterhofbiergärten einzukehren. Und dann ging es wieder Richtung Heimat. München, ich komme wieder.

*Die Antwort ist: 50% Hört sich erstmal viel zu viel an. Ein Erwachsener besteht jedoch zu 70% aus Wasser, und woraus besteht Wasser? Eben. Dann noch die ganzen Moleküle, die ich in der 11. Klasse schon nicht auseinander halten konnte, in denen aber reichlich Os (neben Hs, Cs und Ns) verbaut waren … also das könnte schon in etwa hinkommen ;o)