Lefkas, Kalamos, Formicula, Ithaka und zurück
Ich war eine Woche segeln im ionischen Meer. Es war heiß, knapp unter vierzig Grad, was aber auf und vor allem im Wasser ausgesprochen gut auszuhalten war. Es gab kindskopfgroße Oliven und Feigen direkt vom Baum. Eine Woche ist viel zu kurz, das mache ich auf jeden Fall nochmal. Und dann vielleicht sogar mit Taucheranzug für die Kamera.
mini-Update
Letzter Eintrag: 22. August.
Weia.
Na, immerhin noch 2011 ;)
Ich habe mir Besserung vorgenommen und für mich den Blogging Monday eingeführt. Ihr dürft gespannt sein (und sei es nur darauf, ob ich es wirklich schaffe, diesen Vorsatz umzusetzen). Für’s Erste habe ich die Blogroll um zwei Links erweitert, nämlich inspire me now, wo es nahezu täglich ein Foto zu sehen gibt. Ich hole mir dort mein tägliches Schmunzeln ab. Und dann habe ich das Kuhaltersheim Hof Butenland verlinkt. Ich hatte beruflich mit der “Verwertungskette von Schweinen” zu tun, und das war der letzte Impuls, der mir noch gefehlt hat, um eine Tierpatenschaft zu übernehmen. Ich habe jetzt also ein Patenschwein. Sie heißt Else und hat keine Zähne mehr, aber einige Operationsnarben, weil sie das erste halbe Jahr ihres Lebens als Versuchsschwein herhalten musste. Inzwischen lebt sie mit vielen anderen geretteten Tieren auf dem Hof Butenland in Butjadingen und wird dort von mir auch irgendwann bestimmt mal besucht, es gibt auf dem Hof nämlich auch Ferienwohnungen. Und bis dahin schaue ich ins Blog oder auf die Facebookseite, auf letzterer gibt es täglich mehrere Fotos oder auch kleine Videos.
25. Fantasy Filmfest – Review
Für mich ging das Fantasy Filmfest gestern zuende, denn morgen geht’s in aller Frühe nach Griechenland, und heute habe ich noch allerhand auf dem Zettel. Ich habe weniger Filme gesehen, als ich eigentlich wollte, dafür war keine Niete dabei, sie haben mir alle gut bis sehr gut gefallen.
Den Anfang machte DON’T BE AFRAID OF THE DARK, der auch Opener des Festivals war. Ich habe mich ein paar Mal ganz ordentlich erschrocken und ansonsten die wirklich märchenhaften Bilder genossen. Erinnerte mich sehr an Pans Labyrinth.
Am nächsten Tag gab es I AM YOU, einen ausgezeichnet besetzten und sehr intensiven australischen Thriller, der umso beklemmender wirkt, wenn man sich vor Augen führt, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Insbesondere Ruth Bradley als schwer gestörte Caroline ist beeindruckend.
Am Freitag hatte ich dann zwei Filme hintereinander, HESHER und HELL, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Ich hätte gern etwas mehr Pause zwischen beiden gehabt, insbesondere weil im Abspann von Hesher sehr viel Liebe zum Detail steckt. Auch dieser Film kann mit einem sehr guten Cast aufwarten und einer Story, die so abwegig ist, dass sie auch hätte schiefgehen können. Ist sie aber nicht, Hesher ist komisch und auch unheimlich rührend. Hell war mein erster deutscher Film, und er war … ok. Er erzählt nicht viel Neues, es ist alles irgendwie vorhersehbar, aber die Besetzung ist gut und die Bildsprache gefiel mir auch. Und das, wo deutsche Filme es bei mir oft schwer haben.
Am Samstag ging es dann weiter mit THE INNKEEPERS, bei dem ich mich un-glaub-lich gegruselt habe! Meine Güte! Ich wollte einfach nicht, dass den beiden netten Angestellten vom Yankee Pedlar Inn (die ihre letzte Schicht schieben, bevor das Gebäude in der kommenden Woche einem Parkhaus weichen muss, weswegen es auch kaum noch Gäste gibt und die beiden sich irgendwie die Zeit vertreiben müssen, und zwar indem sie die Spukvergangenheit des Hauses ergründen) etwas zustößt. Und das Kino 4 war auch laut – wenn es geknallt hat, dann immer gleich richtig. Naja. Später gab es dann JULIA X 3D, meinen ersten 3D-Slasher (das Programmheft schlägt als Genre “Torture Porn Comedy” vor und ich hab dem nichts hinzuzufügen). Am Kinoausgang wurden Erfrischungstücher gereicht, das fand ich sehr aufmerksam.
Meine beiden Highlights – neben I am You – gab es dann am Sonntag. Zunächst THE WOMAN, der beim Sundance Festival für einen Skandal sorgte. Der Plot ist schnell erzählt: Familienvater Chris findet bei einem Jagdausflug eine wilde Frau im Wald, fängt sie ein und beschließt, ihre (Re)sozialisierung zum Familienprojekt zu machen. Das Blutbad am Ende fand ich nicht so schwer zu ertragen wie der alltäglich Horror in dieser Familie, der langsam zum Vorschein kommt, als die Bilderbuchfassade zu bröckeln anfängt. Man fragt sich, wie das so lange gut gehen konnte. Und was “gut” in dem Zusammenhang überhaupt bedeutet. Und weil Wechselbäder gesund sind, gab es direkt im Anschluss SUPER, meine persönliche Closing Night. Und was soll ich sagen, meine durchaus hohen Erwartungen wurden erfüllt. Super ist super und kriegt einen Platz in der DVD-Sammlung.
Es ist wieder ein Jahr rum. Nächstes Jahr ist mein persönliches 15jähriges Jubiläum. Ob ich mir da tatsächlich mal eine Dauerkarte bestelle?
25. Fantasy Filmfest
In zweieinhalb Wochen ist das Jahr wieder rum, höchste Zeit, mal ein paar Trailer zu schauen und eine Vorauswahl zu treffen. Auf die letzten beiden Tage werde ich dieses Mal verzichten müssen, denn ich fliege am 23. August für eine Woche nach Griechenland. Drückt mir die Daumen, dass SUPER vorher läuft. Allerdings ist der Director’s Spotlight, das werden sie sich wohl nicht für die beiden letzten Tage aufheben.
kursiv = vielleicht
fett = unbedingt!
Dieser Eintrag wird bestimmt noch mindestens dreimal bearbeitet ;)
[edit] der Tagesplaner ist online. Alles, was am 23. und 24. läuft, streiche ich. Und die Spätvorstellungen kann ich auch erstmal ausklammern (bzw. grau färben).
Opening Night
DON’T BE AFRAID OF THE DARK Guillermo del Toro (wenn auch nur Drehbuch). Pflichtfilm. Info
Centerpiece
PERFECT SENSE Klingt nach stillem Grauen und einem Film, der lange nachwirkt. Info
Director’s Spotlight
SUPER Auf den freue ich mich, seit ich im April was darüber gelesen habe! Info
Fresh Blood
HELL wäre, wenn ich mich recht entsinne, der erste deutsche Film, den ich auf dem Fantasy Filmfest sehe. Info
JULIA X – 3D “ein schräger, blutgetränkter Horrorspaß in schicker Optik”, der auch noch so heißt wie ich. Popcorn! Info
PHASE 7 “klaustrophobe Komödie um Pandemie und Paranoia” mit absurden Momenten, noch dazu aus Argentinien und “untermalt von einem 80er-Synthie-Soundtrack” klingt entweder ganz toll oder ganz furchtbar. Ich bin gewillt, das herauszufinden. Info
SUICIDE ROOM Info
TERRITORIES Info
Midnight Madness
LITTLE DEATHS Info
NORWEGIAN NINJA mutet schon reichlich schräg an. Aber irgendwie auch sehr unterhaltsam. Info
RED STATE Kevin Smith! Info
Selected Features
A HORRIBLE WAY TO DIE Info
A LONELY PLACE TO DIE Info
CAT RUN Action-Crime-Comedy-Extravaganza. Klingt nach Spaß. Info
COWBOYS & ALIENS klingt nach großem Spaß, kommt aber bei der Besetzung (Daniel Craig, Harrison Ford, Sam Rockwell) sicher auch regulär ins Kino und kann daher guten Gewissens erstmal hintenangestellt werden. Info
DEADHEADS klingt drollig und ein bisschen nach WASTING AWAY, an dem ich vor zwei Jahren ja durchaus meinen Spaß hatte. Info
THE DIVIDE Empfehlung von Judith. Info
F Im englischen Schulnotensystem entspricht ein F in etwa unserer 5. Ich vermute, dass das der Bezug ist, den der Titel herstellen will. Schulslasher. Warum nicht. Info
FINAL DESTINATION 5 – 3D Ich muss ja gestehen, dass ich die ersten vier noch gar nicht gesehen habe. Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass das für’s Verständnis des fünften Teils irgendwie erforderlich ist. Also herrje, warum eigentlich nicht? Info
HESHER ist vermutlich ebenso wie COWBOYS & ALIENS groß genug für’s “normale” Kino deswegen “nur” kursiv Info
HIDEAWAYS ist der Beschreibung nach entweder märchenhaft und wunderschön, oder aber furchtbar albern. Ich hoffe auf ersteres. Info
THE HOLDING klingt mir fast unerträglich fies, andererseits auch sehr interessant, nicht zuletzt, weil Regisseurinnen in diesem Genre doch eher noch selten sind. Info
I AM YOU klingt nach sich langsam entfaltendem Grauen. Info
IN YOUR HANDS Info
THE INNKEEPERS Ti West sagt mir was … Evil Aliens? Nee, das war Jake West. Grusel zwischen Clerks und Shining klingt allerdings so, als könnte es mir gefallen. Info
THE LAST DEATH läuft parallel zur Wiederholung von Stake Land Info
NO TRESPASSING Info
THE REVENANT Mehr Zombieklamauk. Info
STAKE LAND Gory, Gory Hallelujah! In diesem Jahr gibt es viele Spaßfilme, wie es scheint. Läuft entweder in der Spätvorstellung oder parallel zu THE LAST DEATH Info
WAR GAMES – AT THE END OF THE DAY Assoziiert hier noch jemand außer mir SEVERANCE, der vor ein paar Jahren lief? Nun ja, das muss ja nicht schlecht sein. Info
THE WOMAN Perfekter Vater mit Bilderbuchfamilie trifft bei einem Jagdausflug auf eine verwahrloste Frau, fängt sie ein, sperrt sie in den Keller und beschließt, sie mit seiner Familie zu einem nützlichen Mitglied der Gesellschaft erziehen. Ich mag Filme, in denen Hochglanzfassaden bröckeln und Selbstgerechtigkeit in die Katastrophe führt. Ich hoffe, dies ist so einer. Info
Focus Asia
COLD FISH Info
END OF ANIMAL Info
544 Stufen über Hamburg
Vor einigen Tagen war ich mit B. als Touristin in der eigenen Stadt unterwegs und habe den Turm der Petrikirche erklommen. Was mir (und bestimmt vielen anderen auch) bisher nie aufgefallen war, waren die Bullaugen im Kirchturm. Das sind Fenster! Und ich habe aus jedem einzelnen rausgeguckt. Ja, auch ganz oben, in 123 m Höhe. Man hat einen großartigen Blick über ganz Hamburg, natürlich hatte ich eine Kamera dabei, aber das wie ich finde gelungenste Foto habe ich mit meinem Telefon gemacht. Seufz. Ein auffälliges Detail fand ich, dass im gesamten Turm bestimmt fünfzig mal “Rauchen verboten” an der Wand stand. Gut, ich rauche nun schon seit über zehn Jahren nicht mehr, insofern kann es mir egal sein, aber ich finde, wenn jemand da ganz oben noch genug Luft hat, um an eine Zigarette zu denken, dann hat er sie sich auch verdient.
Mein erstes Kit
Ich fand Bastelpackungen eigentlich immer doof. Als Kind hab ich zu einem Geburtstag oder so mal eine bekommen, eine Marionette von Knorr, ein Rabe, glaube ich, vielleicht auch ein Hund. Kennt die noch jemand? Diese Pakete waren mit einer genau abgezählten Anzahl von Wattekugeln, Farben und sonstigem Zubehör bestückt, es gab eine Anleitung, die einem Schritt für Schritt diktierte, was man zu tun hatte. Es gab genau eine sinnvolle Möglichkeit, den Packungsinhalt zu kombinieren, wenn eines der Teile Produktionsfehler hatte, war das Pech, und das Ergebnis sah nie so aus wie der Serviervorschlag auf der Deckel. Kreativer Eigenanteil: nahe null. Motorisches Geschick: naja. Frustration: vorprogrammiert.
Und doch habe ich mir ein Kit gekauft, a) weil es die Anleitung nicht anders gab, b) weil es sich mit diesen Kit dann doch anders verhält, denn man bekommt zwar ein Modell, kann das Material aber durchaus wählen (unter sehr vielen sehr schönen Möglichkeiten, die Farben sind toll!), c) es etwas anderes ist, in einer Stunde ein paar Wattekugeln zusammenzustecken als ein paar Wochen immernoch jede Masche selbst zu stricken und – most important – d) ist es einfach schön. Konkret handelt es sich um topstykke von Bente Geil: ein Kleid oder Tunikatop mit kurzen Raglanärmeln, das eigentlich total simpel und schlicht ist, aber ein raffiniertes Detail besitzt, einen A-förmigen Keil aus linkten Maschen, der gleich oben am Halsausschnitt beginnt und das Ganze sehr schön fallen lässt.
Ich trage wahnsinnig gern simple, schlichte Sachen, leider sind diese oft sehr sehr langweilig zu stricken. Und da macht auch Topstykke keine Ausnahme. Es wird von oben gestrickt, der leidlich spannende Raglanteil und die Ärmel sind fertig, und jetzt geht es immer im Kreis, bis die Wolle alle ist, glatt rechts, mit einer kurzen Passage glatt links in jeder Runde quasi als Totmannschaltung. Anspruchsvoll geht anders. Allerdings ist es dadurch (und durch die Tatsache, dass es lediglich 250g Wolle verbrauchen wird) hervorragend als Unterwegsstrickzeug geeignet. Und die Vorfreude auf ein sehr schönes Kleidungsstück hält mich bei der Stange bzw. an den Nadeln.
Dianas kleine Schwester
Ich hatte mir ja ein paar weitere Taschen vorgenommen. Hier ist die erste. Aus schwarzem Jeansstoff und schlicht genug, um abendtauglich zu sein (zum Cocktailkleid würd ich sie nicht kombinieren, aber ich hab ja auch noch kein Cocktailkleid). Ich mag diesen Taschenschnitt. Er ist sehr einfach und bietet reichlich Spielraum für Variationen und Gelegenheit zum Üben von z.B. Paspeltaschen, Reißverschlusstaschen, aufgesetzten Taschen, … diesmal hab ich Reißverschlusstasche geübt. Und siehe da: alles halb so wild. Und wie nähe ich die nächste?
Bezüglich des Fotos: ich bin immer noch im Hipstamatic-Fieber.
Details:
Muster/Pattern: #8235A Diana von burdastyle
Stoff/Fabric: Baumwolle, außen Jeans, innen ein niedlicher, überteuerter Tupfenstoff aus der Patchwork-Abteilung, außerdem Vlieseline H 250 (wäre fast gar nicht nötig gewesen bei dem brettharten Jeansstoff) und natürlichT-Shirt-Transferfolie für das Logo
Modifikationen: eine Reißverschlusstasche für Schlüssel etc. innen, Maße verkleinert auf etwa 25×21 cm
Folded
Folded ist fertig. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich das “Pooling”, also die größeren Farbflächen in der Passe finde. Nicht so toll wie die Ringel, die sich ansonsten ergeben haben, so viel ist klar. Aber ich mag die Farben sehr.
Ich werde dieses Muster nochmal stricken. Es ist nicht sonderlich fordernd, aber dafür dauert es auch nicht lange und es ist klein genug zum Mitnehmen, also ideales Bahnstrickzeug. Es ist eigentlich als Raglan von unten vorgesehen, da ist aber nur zwei Stränge der Wolle hatte, habe ich die Ärmel provisorisch angeschlagen, jeweils 1,5 cm gestrickt und dann erstmal den Ausschnitt fertig gemacht. Die verbleibenden 78 Gramm hab ich dann auf zwei Knäul für die Ärmel verteilt und bin damit jeweils bis über den Ellenbogen gekommen – eine gute Länge für einen Frühlingspulli. Ändern werde ich die Bündchen und den Halsausschnitt – einfach nur abketten gefällt mir nicht, zumal es sich auch rollt. Und zum Umhäkeln hab ich leider nicht mehr genug Garn – etwa ein Meter ist übrig.
Details:
Muster/Pattern: Folded von Veera Välimäki (Ravelry Link)
Garn: 2 Stränge Wollmeise 100% Merino Superwash, Farbe: Kräuterbeet (WD)
Nadelstärke/Needles: 3,5 & 4 mm / US 4 & 6





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